Samstag, 17. November 2012

Anleitung für eine Schleife aus Blütenpaste

Auf Wunsch kommt hier eine kurze Anleitung, wie man aus Fondant/Gumpaste/Blütenpaste/Modellierfondant eine festliche Schleife macht.

Für eine Schleife, wie ich sie bei einer Hochzeitstorte gefertigt hatte, verwendet man ein 50/50- Gemisch aus Blütenpaste und Fondant (Fondant alleine ist im trockenen Zustand zu bröckelig) oder Blütenpaste oder man knetet etwas CMC in den Fondant und lässt ihn über Nacht ziehen.
Den Modellierfondant dünn ausrollen und mit einem Rollenschneider (ich benutze meinen Ribboncutter) in lange Streifen schneiden. Je nachdem, wie breit die Schleife werden soll, nimmt man diese Breite als Längenmaß. Beispiel: wenn die Schleife eine Breite von 20 cm haben soll, dann werden etwa 20 cm lange Streifen geschnitten. Die Breite der Streifen ist Geschmackssache: ich wählte eine Breite von 1inch, also ca 2,5 cm. Benötigt werden etwa 30 Streifen (das kann nach Größe der gewünschten Schleife und je nach Breite der Schlaufen variieren aber sicher ist sicher!). Die Streifen jeweils nach Belieben verzieren, zum Beispiel an den Rändern prägen und mit Pearl-Dust beidseitig abpudern. Die Streifen jeweils zu Schlaufen formen, die Enden V-förmig anschneiden, etwas Zuckerkleber dazwischen tupfen und zusammenkleben. Damit die Enden nicht zu breit werden und in der fertigen Schleife Platz finden, habe ich sie sogar mit den Fingern zu dünneren "Würstchen" gerollt. Anschließend habe ich sie auf Backpapier 'stehend' getrocknet, wie im folgenden Bild zu sehen.
Die Schlaufen sollten wirklich gut durchgetrocknet werden, da sie sonst platt werden. Aufpassen sollte man auch bei hoher Luftfeuchtigkeit: das ist nämlich der Tod jeder Schlaufe, wie ich am eigenen Werk erlebt habe. Außerdem benötigt man eine Schleifenbasis, auf der die einzelnen Schlaufen anschließend befestigt werden. Diese besteht aus einem kleinen Kreis aus Blütenpaste und sollte ebenfalls gut trocknen. Man kann auf diese Basis auch verzichten und die Schlaufen gleich auf die Torte anbringen, jedoch lässt sich die Schleife bei Anschnitt nicht mehr so einfach von der Torte heben. 
Bevor man die Schlaufen zusammenklebt, ist es ratsam, sie probeweise zu einer Schleife zu legen. So sieht man schnell, ob an manchen Stellen eine etwas schmalere Schlaufe hineinpasst oder eine etwas breitere. Wenn die Schleife so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat, kann man die einzelnen Reihen abbauen und in gleicher Reihenfolge in Kreisen angeordnet beiseitelegen. 
Zum Kleben der einzelnen Schlaufen habe ich eine kleine Portion Royal Icing benutzt (1 Eiweiß genügt). 
Auf die Basis einen ordentlichen Klecks Royal Icing platzieren und die Schlaufen genau so darauf verteilen wie bei der Übungs-Schleife.

Nach jeder Reihe wieder ordentlich Royal Icing in die Mitte spritzen, damit alle Schlaufen-Enden damit bedeckt werden.  Zwischendurch darauf achten, dass die Schlaufen durch das Gewicht der darüber liegenden Schlaufen nicht nach außen gedrückt werden. Dazu mit beiden Händen rundherum um die Schleife greifen und die Schlaufen !!!vorsichtig!!! wieder mittig zusammenschieben (als würde man einen Luftballon umfassen).

 Hat man alle Schlaufen platziert, ist wieder eine Trocknungsphase angesagt. Um sicherzugehen, dass die Schlaufen durch die Feuchtigkeit im Royal Icing und oder die Luftfeuchtigkeit nicht in sich zusammenfallen (böse Erinnerungen werden geweckt), sollte man in jede Schlaufe eine Stück Küchentuch hineinschieben. Bestenfalls einige Tage durchtrocknen lassen.
Wer mutiger ist, der kann die Schlaufen natürlich gleich auf der fertigen Torte mit Royal Icing kleben. Das habe ich jedoch nicht selbst probiert, nur bei einigen Anleitungen im Web gesehen. 

Ich hoffe, diese kleine Anleitung führt euch zum gewünschten Ergebnis! Sollte etwas unklar sein, traut euch zu fragen ;)

Zuckersüße Grüße
Nellichen

Dienstag, 6. November 2012

Brioche in aller Munde

Wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn das Leben aufregend und schön ist...
In den zwei Monaten Blogpause ist so einiges passiert: unter Anderem habe ich meinen 30. Geburtstag gefeiert und war (mal wieder) im Urlaub in der Türkei. Mein Backofen stand aber auch nicht still. 
Von den leckeren Fotos bei Irene angesteckt, habe ich Sahne-Brioche gebacken. Und mal wieder konnte ich mich nicht ganz an das Rezept halten. Meine Brioche sollten eine Füllung erhalten. Also habe ich Rosinen/Sultaninen und getrocknete Cranberries zuerst in heißem Wasser etwas quellen lassen, dann das Wasser abgegossen und die Früchtchen mit Grand Marnier (Orangenlikör) getränkt. Nebenbei habe ich Blaumohn mit etwas Milch und Zucker aufgekocht. Die Mohnmasse und die Früchte zusammen vermengt und auf dem ausgerollten Hefeteig verteilt. Diesen dann nach Anleitung gerollt, geschnitten und in die gefettete Form gegeben. Da ich gleich die doppelte Menge Teig angesetzt habe, konnte ich eine 35er und eine 30er Form damit füllen.

 Nach dem Gehen, sahen meine Brioche dann so aus

Schon als sie im Backofen waren, duftete es im ganzen Haus und mein Paps kam alle paar Minuten in die Küche und fragte, wann es denn endlich "Kuchen" gäbe.

Das nächste mal würde ich sogar viel mehr Füllung machen! Das peppt die Brioche nicht nur optisch sondern auch auch geschmacklich auf!
PS: ich habe dieses Jahr auch schon Stollen gebacken. Die leckeren Teile müssen ja mindestens 4 Wochen ziehen. Deswegen mein Aufruf an alle: backt Stollen!!! Und zwar den von der lieben Sandra!!! Ihr werdet keinen anderen Christstollen mehr essen wollen!!!

Süße Herbstgrüße
Nellichen

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