Dienstag, 18. Oktober 2011

Meine erste Tauftorte

Das vergangene Wochenende war ich auf einer Doppelfeier: der kirchlichen Trauung meines Cousins mit gleichzeitiger Taufe der kleinen dreijährigen Tochter. Eigentlich war ich gebeten die Hochzeitstorte zu backen aber weil die Torte hätte 350 km transportiert werden müssen, habe ich die Bitte ablehnen müssen. Das Risiko eines Transportschadens war mir bei dieser Entfernung zu groß! Ganz ohne Torte wollte ich aber nicht auf der Feier erscheinen, deswegen habe ich mein Herzblut in eine Tauftorte gelegt! Und das ist dabei herausgekommen:

 
 Gebacken habe ich wieder drei Eierlikörkuchen, die ich mit Lemoncurd und Mandel-Buttercreme gefüllt habe. Durch den Lemoncurd hat die Torte sehr zitronig und frisch geschmeckt.
Das beschenkte Taufkind hat die Torte mit großen Augen betätschelt und wollte sie anschließend selbst halten  (die Torte hat jedoch fast so viel gewogen wie das Taufkind selbst :) Die Enttäuschung  war jedoch nach ein paar abgepulten Nonpareilles verschwunden...
Ach, was war das für eine schöne Feier und die Trauung im Ulmer Münster bleibt auch unvergesslich! Und da ich noch bestimmt eine Woche mit Schlafmangel und highheeltoten Füßen kämpfen muss (denn um 5 Uhr morgens habe ich noch die Tanzfläche gerockt),  halte ich diesen Blogeintrag kurz ;)

Feierwütige Grüße
Nellichen

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Baileys-Geburtstagstorte mit Orchideen aus Blütenpaste

Mit großer Freude habe ich letzte Woche eine Auftragstorte ausgeliefert. Es war eine Baileys-Torte mit Orchideen aus Blütenpaste. 
Als Grundlage habe ich mal wieder den Baileyskuchen in einer 30cm-Form gebacken. Dazu habe ich das Rezept des Eierlikörkuchens von Monika abgewandelt. Statt Eierlikör habe ich 250 ml Baileys (man kann auch gut einen günstigeren Ersatz nehmen). Die Ölmenge habe ich auf 100 ml reduziert und bei  knapp 180°C in der 30er Aluminiumbackform 30-35 Minuten gebacken. Statt der Hubbelfrei-Methode habe ich einen anderen Trick für mich entdeckt: Die Form mit einem Backtrennspray  einsprühen (ich habe eine große Dose, die scheinbar für eine Ewigkeit reicht obwohl ich sie ständig im Einsatz habe) und um den Kuchen später von der Form besser zu lösen einen Esslöffel Mehl auf den Boden streuen und durch Klopfen und Drehen der Form das Mehl nur auf dem Boden verteilen und überschüssiges Mehl auskippen. Warum nicht auf den Rändern fragt ihr euch? Ganz einfach: auf bemehlter Fläche kann dieser Teig am Rand nicht emporsteigen, sondern löst sich ab und der Kuchen wird nicht gleichmäßig hoch und auch nicht gleichmäßig rund. Ähnliche Probleme hatte ich bei der Hubbelfrei-Methode. Der Teig stieg zuerst am Backpapier hoch, doch dann weichte das Papier auf und wellte sich in der Form und damit auch der Kuchenrand. Deswegen backe ich mittlerweile nur noch nach meiner Methode und meine Kuchen werden gleichmäßig. Gleich nach dem Backen 10 Minuten abkühlen lassen, dann fahre ich mit einem Messer vorsichtig am Rand entlang und löse den Kuchen. Da der Rand ja vorher eingesprüht war, geht das sehr einfach. Anschließend lege ich ein Kuchengitter auf die Backform und drehe beide zügig auf den Kopf. Der Kuchen löst sich perfekt von der Form, ist am Rand nicht gewellt und wird gleichmäßig hoch!
Damit die Torte noch mehr Baileys-Aroma bekommt, habe ich eine Baileys-Buttercreme kreiert.

Zutaten für eine Baileys-Buttercreme:
450 ml Baileys
3 EL Zucker
1 P. Vanillepudding
500 g Butter (zimmerwarm)
Puderzucker nach Belieben (bei mir waren es 60 g)
Zubereitung:
Aus Baileys, Zucker und Vanillepuddingpulver nach Anleitung einen Pudding kochen und am besten über Nacht auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Damit sich keine Puddinghaut bildet, legt man Klarsichtfolie direkt auf den Pudding. Die Butter geschmeidig schlagen bis sie ganz hell und weißlich wird. Den Puderzucker langsam hinzugeben. Anschließend löffelweise den Baileys-Pudding einrühren. Die fertige Buttercreme ist allerdings nicht für Kinder geeignet, denn beim Kochen verflüchtigt nur ein sehr geringer Teil des Alkohols.

Da ich die Torte mit Fondant eingedeckt habe, habe ich sie nach dem Füllen von außen dennoch mit weißer Ganaché bestrichen, da ich mit Buttercreme und Fondanttauglickeit noch keine Erfahrung habe. Sicher ist sicher!

Die Orchideen (es sind meine ersten) habe ich schon Tage vorher gemacht. Auch wenn ich schon seit Ewigkeit ein Metallausstecher-Set besitze, bin ich jetzt erst dazu gekommen es zu benutzen. Und nach dem ersten Versuch stand für mich fest: sooooo geht das nicht, die sind zu klein (vom Desaster existieren natürlich keine Fotos)! Das Labellum (Innenteil der Blüte) war von der Größe her OK aber die Blütenblätter wurden viel zu mickrig. Zum Glück habe ich mich mittlerweile mit einer großen Anzahl an verschiedenen Ausstechern eingedeckt und konnte mir die Petalen (die beiden größeren Blütenblätter) und die Sepalen (die drei dünneren Blütenblätter) anhand von Tropfen- und Blatt-Ausstechern von Caros Zuckerzauber selbst gestalten. Die Blütenpaste habe ich etwas dicker als sonst ausgerollt und im Mohnblüten-Veiner auf die gewünschte Breite gedrückt/gequetscht. Gedrahtet habe ich die Blüten nicht, denn sie sollten direkt auf der Torte aufliegen. Also habe ich die Einzelteile mit Zuckerkleber (CMC und etwas abgekochtem Wasser) zusammengeklebt.
Im Internet gibt es so viele Anleitungen für Orchideen, dass ich wohl nicht weiter ausschweifen brauche :)

Herbstliche Grüße
Nellichen

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