Freitag, 29. Juli 2011

Mit 30 noch lange nicht ausgebremst!

Mein Nachbar feierte sein Jubiläum mit einer Gartenparty und ich sollte ihn mit einer Geburtstagstorte überraschen. Eine ganze Woche habe ich mir nur Gedanken über das Motiv gemacht, denn die Auftraggeberin (seine Mama) hatte auch keine konkreten Ideen.  Die 30... das ist schon eine besondere Zahl! Zu diesem Stichpunkt sind mir die Ü30-Parties eingefallen und die 30er Zone. Und überhaupt war mir irgendwie danach, den Nachbar mit seinem Alter etwas auf die Schippe zu nehmen und so war die Idee von einer Verkehrsschild-Torte geboren.


Für diejenigen, die bei der Verkehrsschild-Überwachungsbehörde arbeiten: und jetzt mit erhobenem Finger  "Aaaber aaaber" rufen:  Neiiiiiin, es ist mir nicht entgangen, dass die Zone 30-Schilder rechteckig sind aber ich wollte eine runde Torte machen! Und mit der quadratischen Tortenplatte wollte ich ein wenig eure Gemüter gnädig stimmen ;)
Als Vorlage habe ich mir das Schild ausgedruckt und die einzelnen Details ausgeschnitten. Anschließend Blütenpaste dünn ausgerollt, die Papiervorlagen daraufgelegt und mit dem Skalpellmesser laaangsam die Konturen abgefahren. Ehrlich gesagt hatte ich es mir viel einfacher vorgestellt. Das dünne Papier musste mit einer Hand rutschfest gehalten werden ohne Druckspuren auf der Blütenpaste zu hinterlassen und gleichzeitig musste man mit der anderen Hand das Skalpell so langsam und akkurat am Papierrand entlang führen ohne Wellen und Fetzen zu hinterlassen. Und just in diesem Moment bekommt man ein leichtes Zittern in der Hand. Wer sich zu lange mit dem Ausschneiden Zeit lässt, der bekommt ebenfalls die Quittung, denn die Blütenpaste trocknet an und wird schön brüchig... Ich will nicht jammern: man wächst mit seinen Aufgaben! Alle farbigen Details habe ich so schon am Vortag ausgeschnitten (einige sogar doppelt) und habe sie über Nacht trocknen lassen. 
Gebacken wurde auch am Vortag der Party. Ich hatte mich für eine neue Variante eines Möhrchenkuchens entschieden: er ist saftig, hat durch Walnüsse eine nussige Geschmackskomponente und ist 'mal was anderes'! Das Originalrezept sieht Pecannüsse vor aber geschmacklich finde ich sie nicht anders als Walnüsse und Walnüsse sind zudem auch leichter zu beziehen! Ach, und was viele auch überrascht: in den Teig kommt etwas Zimt und das macht diesen Kuchen aromatisch und außergewöhnlich. 
Und hier kommt das Rezept: (das Original hatte Cups-Mengenangaben, die ich für euch in Gramm umgerechnet/umgewogen habe und außerdem habe ich am Fett- und Zuckergehalt geschraubt)

Zutaten:
4 Eier
230 ml Sonnenblumenöl
350 g Zucker
2 TL Vanilleextrakt (oder 2 P Vanillinzucker. Ich habe auch Butterextrakt verwendet)
240 g Weizenmehl
2 TL Natron
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
1/2 TL Zimt
ca. 400 g Karotten (8-9 mittlere Größe), gerieben
150-200 g Walnüsse, gehackt

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Eine 28er oder 30er Form einfetten und bemehlen. Eier und Zucker schaumig weiß schlagen. Öl und Vanilleextrakt hinzugeben. In einer separaten Schüssel Mehl, Salz, Natron, Backpulver und Zimt verrühren und unter die Eimasse heben. Geriebene Karotten und Walnüsse einrühren und den Teig in die Form geben. 40-50 Minuten backen. Stäbchentest machen. Anschließend 10 Minuten in der Form abkühlen und dann auf ein Kuchengitter stürzen und erkalten lassen.

Für die obige Torte habe ich zwei solcher Böden gebacken. Eigentlich serviert man den "Carot cake" mit einer Frischkäse-Creme aber ich hatte noch ein Glas selbstgemachten Lemon-Curd im Kühlschrank stehen und das passte meiner Meinung nach auch wunderbar zu diesem Rezept. Und die Geburtstagsgäste stimmten mir anschließend zu. Ratz-fatz war die Torte aufgegessen. Die Überraschungstorte ist auch beim Geburtstagskind sehr gut angekommen: er war von der  Schild-Idee angetan und hat ebenfalls vom Geschmack geschwärmt. Tage später hatte ich dann die Überraschung: ein wunderschöner  sonniger Blumenstrauß zierte meinen Eingang und hat mich eine ganze Woche mit seiner Blütenpracht erfreut!

Also ihr Lieben da draußen: ran an den Herd und auch ihr werdet überrascht sein, wie gut Möhrchen im Kuchen schmecken!
Viele Grüße
 noch-U30-Nellichen :D

Sonntag, 24. Juli 2011

Achtung: nur was für Schokoholics :D Devils-Food-Kuchenrezept geeignet für Muffins und für Torten!

Da das Wetter momentan keine besonders sommerlichen Gefühle weckt, sollten alle Nachbarn beim Straßenfest Glückshormone durch Schokoladen-Genuss tanken!!! Zu diesem Zwecke habe ich eine Portion "Devils Food"- Teig angerührt und ca. 36 Muffins gebacken (oder nennt man das jetzt doch Cupcake?? Ach, keine Ahnung, wieso man sich auf eine Bezeichnung festlegen muss). Beim Topping habe ich einfach mal herumexperimentiert. Und hier kommt die Glückshormon-Tankstelle:
Und damit meine Leser da draußen auch glücklich sind/werden, gibt es das Rezept gleich dazu:

Zutaten für die Muffins (ca. 30-36 Stück):
4 Eier
350 g Zucker
360 g Mehl
2 1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
115 g Kakao
500 ml Buttermilch
300 ml Öl
2 Päckchen Vanillezucker oder 2 TL Vanille-Extrakt
Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. In der Zwischenzeit die Eier erst kurz schaumig schlagen und anschließend Zucker und Salz einrieseln lassen. Die Eimasse lange schaumig schlagen bis sie ganz hell wird. Öl und Buttermilch zur Eimasse geben und kurz durchrühren. In einer separaten Schüssel Mehl, Kakao und Backpulver umrühren bis eine homogene Farbe entsteht. Diese Mehlmischung vorsichtig unter die Eimasse heben und den Teig in Muffinförmchen verteilen (ich gebe jeweils etwa 2 EL Teig in ein Förmchen). Die Muffins kommen für 15 Minuten in den Ofen. 
Da es eine große Menge Teig ist, habe ich 2 Backformen zu je 12 Muffins gleichzeitig im Ofen. Wenn diese dann fertig sind, verteile ich den Rest des Teiges auf 12 weitere Förmchen. Wenn man nur eine 12-er Form hat, dann wären es drei Durchgänge und ich kann euch nicht sagen ob der Teig so lange ruhen darf ohne Qualitätsverluste ;-)

 Zutaten für das Topping:
270-300 g Mascarpone (bei mir war es die "Light-Version")
200 g Schokolade ( eine Tafel Vollmilch- und eine Tafel Zartbitter-Schoki)
(für Zartbitter-Schokoholics empfehle ich 2 Tafeln Zartbitter)

Zubereitung:
Die Schokolade grob hacken und in einem Wasserbad langsam schmelzen. In der Zwischenzeit die Mascarpone geschmeidig rühren. Anschließend die geschmolzene Schokolade unterrühren und die Masse kalt stellen (ca. 10 Minuten). Mit einer Wilton-Tülle M lässt sich die Schoko-Creme wunderbar zu Röschen spritzen. Als i-Tüpfelchen kamen bei mir noch goldene Nonpareille drauf. 

Und fertig ist der schokoladigste Schoko-Genuss, den ich kenne! Der Teig ist fluffig, überhaupt nicht trocken und durch den vielen Kakao seeehr schokoladig! Die sind wirklich teuflisch gut, wie der Name schon sagt!
Also schmeißt eure Küchenmaschinen an und gönnt euch eine Ladung Glücksgefühle :)

Schokoladige Grüße
Nellichen

Sonntag, 17. Juli 2011

Pimp my KitchenAid

Ich hab´s getan! Ich habe meinem Baby einen neuen Look verpasst! Nicht, dass mir die KitchenAid langweilig geworden wäre aber was tut man nicht alles für sein liebstes Backutensil :)  



Entdeckt habe ich die Aufkleber bei einem Online-Versandhändler und sofort dachte ich nur eines: DIE soll mein Schätzchen bekommen! Kaum bestellt, schon waren sie da und schwupp-didupp erstrahlt meine KitchenAid im neuen Glanz und ich kann mich wie immer nicht an ihr sattsehen :D

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