Donnerstag, 30. Juni 2011

Maulwurf-Schnittchen ohne Krümelhügel

Darf sich ein Kuchen Maulwurfkuchen nennen, wenn der Hügel mit den Krümeln fehlt??? 
Laut Back-Assi NEIN! Dabei war er es, der mit den Wunsch nach einem Maulwurfkuchen geäußert hat. Tjaaa, dabei müsste er es langsam wissen, dass bei mir kein Rezept "heil" bleibt, hihi! Wäre ja langweilig, wäre doch nicht Nellichen :D

Die Grundlage für die Maulwurfschnittchen bildete das Rezept für einen Schoko-Bananenkuchen von Monika. Die Teigmenge ist ausreichend für ein ganzes Blech. Auf dem Blech verteilt, braucht der Teig keine 50-60 Minuten im Backofen, sondern ist auch schon in 40 Minuten fertig. Wie man sieht, geht er wunderbar auf und wird durch die reifen Bananen sehr saftig. Und eigentlich könnte man diesen Kuchen ohne weiteren Schnickschnack essen aber es musste ja ein Maulwurfkuchen her...
Also überlegte ich, welche Creme passen würde. Sahne mit Sahnefestiger?? Bääh, ich mag keine Sahne pur und finde es auch tooootal langweilig. Ein selbstgemachter Pudding musste her! Also 75 g Stärke  in etwas Milch eingerührt, den restlichen Liter Milch mit 50g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker zum Kochen gebracht und unter ständigem Rühren die Stärke einfließen lassen und den Pudding erneut aufgekocht. Jaa, so einfach ist ein Pudding gemacht: man muss nicht immer zum überteuerten Puddingpulver greifen, der doch eh nur aus Stärke, Aroma und etwas Lebensmittelfarbe besteht.
Da ein Pudding allein nicht schnittfest ist, habe ich 2 Päckchen Gelatine einweichen lassen, kurz erwärmt und unter den Pudding gehoben. Und da die luftige Komponente nicht zu kurz kommen sollte, wurden 400 ml Schlagsahne steifgeschlagen und untergehoben. Die Wartezeit bis zum Stocken der Creme habe ich damit verbracht die viele Bananen in Scheiben zu schneiden und sie in frisch gepresstem Zitronensaft zu wenden, damit sie nicht schwarz werden. Die Bananenscheiben auf dem erkalteten Kuchen verteilt einen quadratischen Tortenrahmen um den Kuchen gelegt (muss nicht sein, wenn man keinen hat, der Rand des Backblechs müsste noch reichen). Zum Schluss muss die Creme nur noch drüber und ab zum Kühlen! 
Das Kühlen ist eine der schwierigsten Phasen! Wieso? Na weil man es gar nicht erwarten kann den Tortenrahmen wieder abzulegen um den Kuchen sofort anzuschneiden!!! So war es bei mir dann auch: der Rahmen kam schneller runter als die Creme fest wurde :) Aber das war dem Back-Assi auch egal! Zumindest über die Konsistenz gab es keine Beschwerden! Aaaber gejammert hat er dennoch: wo sind denn die Krüüümel, ich will aber Krümel auf dem Maulwurfkuchen, sonst ist es nur was maulwurfähnliches! Also wer auch so jammernde Back-Assis hat, der sollte vor dem Belegen die obere Schicht des Kuchens mit einem Löffel abkratzen um diese "Maulwurfkrümel" dann auf der Creme zu verteilen! 
Endfazit: die besten maulwurfähnlichen Schnittchen, die ich je gegessen habe! Der Bananengeschmack kommt so gut zur Geltung, weil die Bananen bei dieser Variante nicht nur auf einen einfachen Schokoladenboden kommen, sondern auch schon in den Teig!  Nackbacken empfohlen (aber nicht während eines WM-Frauenfußballspiels :D  )!

Maulwurfähnliche Winkewinke-Grüße
Nellichen

Dienstag, 28. Juni 2011

Coctail-Käsekuchen Teil 2

Nach dem Mojito-Käsekuchen war die Lust auf einen weiteren Coctail-Käsekuchen geweckt. Und da ich Kokos mag und Bini mir einen Käsekuchen mit Kokosmilch empfohlen hatte,  musste es diesmal ein Pina-Colada-Käsekuchen werden!
 
Das Grundrezept habe ich bei chefkoch.de gefunden. Statt den vorgegebenen Kirschen und dem roten Tortenguss, habe ich Ananas-Stückchen auf dem Teig verteilt. Um der Quarkmasse noch eine intensivere Kokosnote zu verleihen, habe ich ca. 80 g Kokosraspel unter die Quarkmasse gehoben.
An dieser Stelle muss ich natürlich auf eine Besonderheit hinweisen: dieser Käsekuchen hat einen richtigen Mürbeteigboden!!! Jaaaa, ich habe mich wieder getraut und die Teigmenge im Rezept war ausreichend. Klar, ich war zu ungeduldig um dem Teig nach dem Kneten die Ruhezeit im Kühlschrank zu gönnen aber das Auskleiden der Springform hat auch mit dem wabbeligen Teig geklappt (ääähm, die Wellen auf der Innenseite sind natüüüürlcih so gewünscht :D  )  
Auch die dunkle Kruste war so eingeplant (zumindest habe ich es nicht aktiv verhindert, hihi)!
Jetzt müsste ich aber auch endlich etwas zum Geschmack erzählen (nein, nicht um das Thema ungleichmäßiges Heizen im Backofen zu vertuschen). Dieser Käsekuchen ist ebenfalls empfehlenswert: sehr saftig, locker, nicht zu süß! Fazit vom Back-Assi: nicht außergewöhnlich genug bzw. war der genaue Wortlaut: kein Wiedererkennungswert! Männer habe es oft nicht so mit Kokos... deswegen war der Caipi-Käsekuchen ein Hit. Und er wurde übrigens auch schon das zweite mal gebacken: mit viiiel mehr Minze, etwas Rumaroma und sogar einem Hauch grüner Lebensmittelfarbe.
Mir haben beide Varianten geschmeckt und nun bin ich schon am Überlegen, welcher Coctail als nächstes als Käsekuchen-Variante nachgebacken wird :D

Bis dahin sonnige Grüße
Nellichen

Sonntag, 5. Juni 2011

Frische Sonntags-Erdbeeren auf Biskuit

Da steht man nach einer durchzechten Samstag-Nacht auf, schleppt sich verkatert in die Küche und stellt fest: in einer Stunde stehen die Großeltern auf der Matte und würden sich sicherlich über Gebackenes zum Tee freuen. Also wird schnell ein Biskuit angerührt und in den Ofen geschoben. In der Zwischenzeit schnell Mandel-Pudding gekocht, frische Erdbeeren gepflückt und gewaschen. Nach 20 Minuten Backzeit wundert man sich, dass der Biskuit mal ausnahmsweise mehr aufgeht als es einem lieb ist. Dann muss er eben nach dem Abkühlen durchgeschnitten werden (zum Glück ist genügend Pudding da). Einen Tortenring um den unteren Boden gelegt, mit einer dünnen Schicht Pudding versehen, zweiter Boden drauf, wieder Pudding, dann die Erdbeeren kreisförmig und ordentlich gestapelt. Dann heilfroh sein, dass noch Tortenguss im Hause ist (sogar ein roter dabei). Also kocht man gleich zwei Päckchen Tortenguss mit Vanillezucker und bedeckt die Erdbeeren damit. 


Irgendwie war die Leckerei schneller verputzt als ich sie gebacken habe :D Aber was ist schon leckerer als frische, ungespritzte und mit Liebe aufgezogene Erdbeeren aus dem eigenen Garten? Nichts! Und seitdem sich mein Körper gegen gekaufte Erdbeeren mit Pusteln wehrt (also Allergie auf irgendwelche Spritzmittel), esse ich NUR noch unsere Erdbeeren!
Falls noch Interesse am gelingsicheren Biskuit besteht:
Zutaten:
4 Eier
120 g Zucker
1 P. Vanillezucker
120 g Mehl
1 TL Backpulver

Den Backofen vorheizen (180 °C Umluft/200 °C Ober-und Unterhitze). Die Eier ungetrennt mit dem Zucker und Vanillezucker lange schaumig rühren (die Masse muss fast schneeweiß werden. Mit meiner KitchenAid wurde der Eischaum bombastisch: so habe ich ihn mit der alten Küchenmaschine nicht hinbekommen). In der Zwischenzeit das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Anschließend das Mehl vorsichtigst unter die Eimasse heben (aber nicht mit der Küchenmaschine bitte :-D  ) Eigentlich sollte man es auch nicht mit dem Schneebesen machen aber mit einem Löffel oder Teigschaber klappt es bei mir nicht so gut bzw. muss ich länger rühren also schwinge ich meinen großen Schneebesen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und die Ränder etwas hochziehen. Etwa 15-20 Minuten backen. Ich schaue immer, wie sich der Teig verhält: anfangst geht er auf, bleibt dann bei einer gewissen Höhe stehen und wenn der Teig durch ist, dann fängt er an mittig wieder etwas abzusinken. Das ist der Zeitpunkt, wo ich den Kuchen raushole aber wenn man keine Risiko eingehen möchte, kann man natürlich die Stäbchenprobe machen. Wenn sich der Teig von den Rändern löst, dann war er schon einen Tick zu lange im Backofen.

Gutes Gelingen und erdbeerige Sonntagsgrüße
Nellichen

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