Montag, 30. Mai 2011

Stencil-Torte in pink

Es war mal wieder Zeit für eine Torte! Und endlich endlich endlich habe ich einen meiner Stencils eingeweiht!

Im Inneren stecken zwei unterschiedliche Tortenböden: ein Hochzeits-Tortenboden nach Peggy Porschen in pink und ein Eierlikör-Boden von Monika. Den pinken konnte ich in 3 Teile schneiden und den hellen Boden in 2 Teile. Abwechselnd geschichtet ergab dies ein schönes Muster. (Wenn ich die Fotos vom Anschnitt bekomme, werde ich sie noch nachträglich einfügen). Gefüllt habe ich die Torte diesmal mit einer Erdbeer-Pistazien-Marmelade. Zuvor habe ich die Böden mit verdünntem Zuckersirup getränkt, damit die Torte anschließend genügend feucht ist. Von außen wurde das Werk mit weißer Ganaché eingestrichen. Der Fondant ist diesmal wieder der gekaufte von Callebaut. Mittlerweile bin ich zufrieden mit diesem Fondant, denn, wie auch schon bei der Torte für meinen Opa, hat er mir keine Probleme bereitet: es gab keine Risse und er ließ sich gut ausrollen ohne an der Unterlage zu kleben.
Das Schablonieren war eine heikle Angelegenheit, denn alleine gar nicht zu schaffen. Mein Back-Assi musste geduldig die Schablone festhalten, während ich mit einem Schwämmchen die mit Alkohol verdünnte Pastenfarbe tupfte. Statt zu trocknen, wurde die Farbe klebrig, so dass es schwierig wurde, die Schablone einfach zu versetzen und weiter zu schablonieren. Das Endergebnis hat zwar stellenweise kleine Makel aber ich bin dennoch sehr zufrieden damit gewesen.

Die Torte war für knapp 10 Personen gedacht, deswegen habe ich einen Durchmesser von 20 cm gewählt. Und weil mir das am Ende doch nicht genug "Arbeit" war, habe ich zusätzlich 12 Haselnuss-Muffins in meinen pinken Silikon-Muffinförmchen gebacken.

Als Topping wählte ich die Swiss-Meringue-Buttercream und Waldbeer-Sprinkles (geschmacklich vielleicht nicht ganz passend zu Haselnuss aber die Farbe überzeugte). Ergattert habe ich die Streusel letztes Wochenende in den Niederlanden: immer dort, wo man es am wenigsten erwarten würde...
Das Geburtstagskind war überrascht und wollte die Torte anfangs gar nicht anschneiden :D 
Kennt ihr das auch, dass die Beschenkten eine Fondanttorte gar nicht schneiden wollen, weil sie so hübsch sei und das Werk nicht kaputt gehen soll?! Das wäre aber schade um das Innere ;)

EDIT: Hier auch mal die Innenansicht

Pinke Grüße
Euer Nellichen

Dienstag, 10. Mai 2011

Sommerzeit ist Coctail-Zeit...

Okay, wir haben erst Mitte Mai aber das Wetter ist sooo herrlich, dass bei uns die Grillsaison schon richtig angelaufen ist. Und was gibt es schöneres als ein Sonnenbad mit einem kalten Mojito in der Hand? Aber wenn man gleichzeitig Lust auf Käsekuchen bekommt? Diese und andere Gelüste waren heute dafür verantwortlich, dass mein bester Back-Assistent alias Back-Assi Denis und ich eine Eigenkreation entwickelten: den Mojito-Käsekuchen. Klingt schräg, denkt ihr jetzt bestimmt :) Aber schaut selbst



Er wurde so saftig, fruchtig und lecker, dass es ihm zum Verhängnis wurde :D
Was ihr bestimmt noch nicht wusstet: ich bin auf Kriegsfuß mit dem Mürbeteig bei Käsekuchen. Immer, wenn ich einen Mürbeteig vorbereitet hatte und eine Springform damit auskleiden wollte mit einem schönen Rand, dann hatte ich immer zu wenig Teig, egal wie dünn ich ihn rollte und mit den Fingern quetschte. Und dabei habe ich so viele Käsekuchenrezepte ausprobiert... Seitdem bin ich gut befreundet mit dem Käsekuchen ohne Mürbeteigboden :D
Wer von euch die Eigenkreation nachbacken möchte, hier das Rezept:

Zutaten
250 g zimmerwarme Butter
300 g Zucker
6 Eier, getrennt
Prise Salz
abgeriebene Schale von mind. 2 großen Limetten (mehr geht immer!)
5 EL Limettensaft (frisch gepresst)
Bündel frische Pfefferminze (gehackt waren es bei uns ca. 3 EL: mehr geht immer!)
1 kg Quark (Magerstufe, da ja schon genug Butter drin ist)
120 g Weichweizengries
1 EL Mehl
1 P. Backpulver

Zubereitung
Die zimmerwarme Butter schaumig schlagen bis sie ganz hell wird, dann Zucker, Eigelbe, gehackte Pfefferminzblätter, Limettensaft und -Schale dazu und gut verrühren. Anschließend Quark, Gries, Mehl und Backpulver hinzu. In einer anderen Schüssel das Eiweiß mit Salz steif schlagen und vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 160° C Umluft 60 Minuten backen. In der Springform auskühlen lassen.

Anmerkung: meine 26er Springform war fast randhoch mit Teig gefüllt, weil der Teig so luftig war. Beim Backen hatte ich Angst, der Teig würde über den Rand laufen. Doch durch die obere "Kruste" hat sich der Teig in der Form gehalten und blähte sich nur mittig auf. Beim Abkühlen schrumpfte der Teig jedoch wieder. Es soll Menschen geben, die sich über das Schrumpfen bei einem Käsekuchen ärgern aber ich finde, das gehört zu einem Käsekuchen dazu :) Und ja, mein Käsekuchen hat Risse in der "Decke" bekommen: auch das zeichnet einen Käsekuchen aus :D 
Unser Fazit: diese Käsekuchenvariante zaubert Sommer-Coctail-Feeling! Das nächste mal würden wir den Minz-Geschmack etwas intensivieren indem wir noch mehr Minzblätter oder sogar einige Tropfen Minzöl hineingeben. Die Limetten geben dem Käsekuchen ein angenehm säuerliches Aroma. Back-Assi hat sogar vorgeschlagen den Teig noch mit Rum-Aroma zu verfeinern. Da man beim Mojito jedoch weißen Rum verwendet und das Backaroma nach braunem Rum duftet, bin ich mir noch unsicher aber wer nicht wagt... 

In diesem Sinne: seid mutig und backt diesen Käsekuchen nach!

Sommerliche Grüße
Nellichen

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