Dienstag, 26. April 2011

Zum 80. Geburtstag von meinem Opa!

Diesjahr fiel der runde Geburtstag von meinem Opa auf das Osterfest. Deswegen sollte auch eine besondere Torte her, die frühlingshaft ist. 


 Als Grundlage wählte ich den superleckeren tropisch angehauchten Rüblikuchen, den ich auf  Wedding-Cakes-For-You entdeckt habe. Dort wird er als "the best carrot cake" beschrieben und machte mich ganz neugierig, weil ich zuvor nie einen Rüblikuchen gebacken hatte. Das Rezept war natürlich eine amerikanische Cups-Variante, die ich vorerst in Gramm umrechnen musste. Zudem sind die Mengenangaben für zwei ca. 25 cm-Backformen gedacht gewesen. Diese Teigmenge hat dann aber genau für die 30er Aluminiumbackform. gepasst Und hier das Rezept:

Zutaten:
360 g Mehl (gesiebt)
450 g Zucker
1 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Natron (wer gerade keins zur Hand, nimmt insg. 2 TL Backpulver)
1 TL Zimt (nach Belieben)
350 ml Sonnenblumenöl (abgewogen sind es ca. 320 g)
4 Eier
1 TL Vanille-Extrakt
200 g gehackte Walnüsse
120 g Kokosflocken
300 - 500 g Karotten ( abgekocht und gerieben)
ca 200 g Ananas (entspricht einer kleinen Dose, kleingehackt und gut abgetropft)

Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C (Umluft) vorheizen und die Backform entweder Einfetten oder mit Backpapier auslegen. (Für meine Aluminiumbackformen habe ich ein Backspray gekauft und sprühe seitdem die Formen damit ein. Dann gebe ich ca. einen EL Mehl hinein und verteile das Mehl durch Drehen und Klopfen der Form. Überschüssiges Mehl kann für den Teig verwendet werden. Diese Weise ist schnell und damit hat sich bisher auch jeder Kuchen ganz einfach aus der Form stürzen lassen. Jedoch ist mir aufgefallen, dass die Form an den oberen Rändern dunkler wird, da das Backspray neben Öl auch Wax enthält und dieser lagert sich nach und nach an der Form ab. Da man die Aluminiumbackformen nicht mit aggressiven Mitteln behandeln sollte, lässt sich das verfärben nicht vermeiden aber mich stört es nicht, denn schließlich ist es ein Gebrauchsgegenstand und man erkennt daran, dass ich viel backe *stolzguck* :-D Aber nun weiter zur Zubereitung.)
Alle trockenen Zutaten wie Mehl, Zucker und Backpulver miteinander verrühren. Dann Öl, Eier und Vanille-Extrakt hineingeben und die Teigmenge gut verrühren. Zum Schluss kommen die geriebenen Karotten, Annanas, Kokosflocken und die Walnüsse hinein. Wieder gut vermengen und in die Form füllen. Den Teig 45-60 Minuten backen und unbedingt die Stäbchenprobe machen. Mit der Isoliermethode nach Monika habe ich den Kuchen 60 Minuten im Ofen gehabt.
Für die Geburtstagstorte habe ich zwei solcher Kuchen gebacken. Da der Kuchen durch die Ananas und den Zucker gut gesüßt ist und durch die Walnüsse reichhaltig ist, sollte die Füllung frisch und nicht zu süß sein. Deswegen entschied ich mich für eine Frischkäse-Mascarpone-Creme, die ich mit etwas weißer Ganaché gesüßt habe. Und als kleiner Frischekick habe ich den unteren Boden mit selbstgemachtem Lemon-Curd bestrichen. Da die Frischkäsecreme nicht fondanttauglich ist, habe ich auch diese Torte wie in dieser Anleitung gefüllt.Geschmeckt hat die Torte allen und auch den Männern, die sonst nichts mit Gemüse anfangen können ;-)
Für die Dekoration habe ich mich für die Farben gelb und grün entschieden: in letzter Minute! Denn mir fiel partout nicht ein, wie ich die Torte dekorieren soll. Also kramte ich alle meine Utensilienkisten raus und dekorierte drauf los. Torten für Männer bringen mich immer wieder zur Verzweiflung :) Opa hat sich gefreut und das ist ja die Hauptsache!

Ich hoffe, ihr hattet alle auch ein schönes Osterfest!
 Liebe Grüße
Nellichen

Mittwoch, 13. April 2011

Torten fondanttauglich füllen!

Heute möchte ich euch zeigen, wie man eine Torte beispielsweise mit Joghurt-Creme füllen kann, ohne dass man hinterher Angst um den Fondant haben braucht. Wie ihr bestimmt schon wisst, verträgt Fondant keine Feuchtigkeit, weswegen man Fondant-Torten entweder mit Buttercreme oder Ganaché bestreicht. Und bestimmt habt ihr auch schon bei Monika gestöbert und ihre Variante des fondanttauglichen Füllens gelesen und ausprobiert (ich gehöre natürlich dazu, wie man bei meiner Geburtstagstorte sehen kann).  Durch ihre Variante verengt sich jedoch der Durchmesser der Torte, denn der Rand wird zum Abdichten abgeschnitten. 
Bei dieser Variante müssen die Ränder nicht vorsichtig ausgeschnitten werden. Stattdessen wird mit Ganaché oder Buttercreme rundherum eine Art Schutzwall gespritzt. 



Innerhalb dieser Schutzmauer kann nun mit Marmeladen, Sahne-, Joghurt-, und anderen wasserhaltigen Cremes gefüllt werden.


Wichtig ist, dass der Rand rundherum schließt und die Füllung nicht höher als die Schutzmauer ist. Dabei muss die Creme nicht zwingend bis zum Rand ausgestrichen werden, denn beim Aufsetzen des nächsten Tortenbodens wird von oben vorsichtig Druck ausgeübt bis der Boden ebenmäßig sitzt. Dabei kann die Ganaché oder Buttercreme ruhig etwas nach außen treten, denn zum sogenannten Crumbcoating muss die Torte sowieso von außen bestrichen werden.


Auf diese Weise habe ich die Malediven-Torte gefüllt. Es ging ziemlich zügig und man musste keinen Tortenring anlegen bis die Gelatine in der Creme fester wurde. Zudem wäre mein Tortenring mit ca. 7 cm Höhe sowieso zu niedrig für diese Torte gewesen    :)

Liebe Grüße
Nellichen

Montag, 4. April 2011

Kommt das Geburtstagskind nicht auf die Malediven, müssen die Malediven zum Geburtstagskind!

Eigentlich träumt die Beschenkte von einer Reise in die Südsee aber für die Malediven-Überraschungsfeier mit den besten Freunden, musste diese Torte für einen Teil der Illusion sorgen


Im Inneren befindet sich ein pink gefärbter Rührteigboden, wie bei einer Red-Velvet-Torte. Jedoch wählte ich einen Hochzeitstorten-Rührteig von Peggy Porschen, den ich 2006 in der Zeitschrift Brigitte entdeckte.

EDIT:
Das Rezept für den o.g. Rührteig hatte ich ja ursprünglich nicht veröffentlicht (man weiß ja eh nie genau wie es sich in Sachen Urheberverletzung etc. verhält). Aber ich habe mich nun doch auf die Suche begeben uuund: Trommelwirbel:
TADAAA original wie ich ihn in meiner Brigitte-Zeitschrift entdeckte, gibt es das Rezept auch im WWW! Natürlich könnt ihr euch dort auch den ganzen Beitrag über Peggy Porschen mit weiteren Rezepten ansehen :)

Eigentlich sollte die Torte mit frischen Erdbeeren gefüllt werden aber frische Früchte sind kritisch, denn eine Fondant-Torte wird ca. 1-2 Tage vor Verzehr gefüllt. Also musste auf haltbare Erdbeeren ausgewichen werden. Die Idee dazu kam mir im Forum von Torten-Talk. Dort habe ich ein Rezept gesehen, wo eine Mascarpone-Creme mit Marmelade abgeschmeckt wurde. So habe ich für die Füllung Mascarpone mit Joghurt angerührt, mit 2 Gläsern kernloser Erdbeer-Marmelade verfeinert und mit Gelatine angedickt. Damit habe ich jede Schicht der Torte gefüllt. Die fondanttaugliche Füll-Methode werde ich demnächst noch posten. Zum Schluss von außen mit weißer Ganaché eingestrichen und mit einem türkisblauen Fondant bezogen. Da die Farbe beim antrocknen des Fondants jedoch zu sehr verblasste, war ein blaues Perlmutt-Lebensmittelfarbspray meine Rettung! Damit bekam die Torte einen wunderbaren Glitter-Schimmer und eine tolle blaue Färbung (um die Wellen des Meeres nachzuahmen habe ich das Spray mit geschwungener Hand gesprüht!). Und wo wir schon beim Fondant sind: ich war unglücklich mit dem gekauften Fondant! Ich wollte unbedingt den erworbenen 7 kg-Eimer Fondant ausprobieren und war beim Kneten zunächst zufrieden damit, weil es definitiv weniger klebrig war als der selbstgemachte aber nach dem Ausrollen und Auflegen auf die Torte kam der Schocker: fast über die gesamte Länge bildeten sich Risse an der Kante! Es war zum Schreien!

Entweder war der Fondant von den Seiten zu schwer und zog sich deshalb an den Kanten rissig (was ich aber nicht glaube, denn ich rolle den Fondant immer ziemlich dünn aus und beim selbstgemachten  Fondant gab es dieses Problem nicht) oder er trocknete viel schneller aus als der selbstgemachte und war somit an den belasteten Kanten nicht mehr elastisch genug. Ich war der Verzweiflung nahe und habe die größeren Risse mit kleinen Fondant-Mengen "gespachtelt". Nach dem Auftragen vom Glitterspray waren die Risse und die Flickarbeiten nicht mehr so sehr sichtbar aber die Perfektionistin in mir wollte das Handtuch werfen ;) In Zukunft wird Fondant wieder selbst gemacht (auch aus Kostengründen)!
Als Unterlage habe ich eine 40x40 Tortenplatte von Wilton besorgt, diese dünn mit Fondant überzogen und über Nacht antrocknen lassen. Anschließend mit Alkohol (Vodka) bestrichen und mit grobem braunem Rohr-Zucker bestreut. Damit hatte die Platte eine sandähnliche Struktur.


Auch die Muscheln und Seesterne habe ich im Voraus gefertigt. Dafür habe ich eine Mould benutzt, die eigentlich für Schokolade gedacht ist. Es war gar nicht so einfach die Gumpaste wieder aus der Form zu lösen, denn sie ließ sich nicht biegen. Zuerst habe ich versucht die Formen jeweils ordentlich mit Stärke zu bepudern und die Gumpaste in der Form antrocknen lassen. Damit lösten sich die Muscheln aber nur sehr schwer aus der Form. Dann habe ich es mit bepuderter Form versucht und die Gumpaste im Gefriertrockner hart werden lassen. Das Ergebnis war jedoch auch nur schwer aus der Mould zu lösen. Erfolgreicher war das Einschmieren der Formen mit Palmin. Damit konnte ich die Gumpaste-Muscheln viel leichter lösen. Anschließend habe ich die Torten-Deko trocknen lassen und mit Puderfarben bemalt.
Dann gab es aber noch ein Deko-Detail, was es in sich hatte: Wer kennt sie nicht, die Eisschirmchen-Picker aus den Eisdielen?! Ich bin immer davon ausgegangen, dass es diese in jedem kleineren Supermarkt zu kaufen gibt, nebst Zahnstocher und Party-Picker. PUSTEKUCHEN! Ich habe 5 Läden abgeklappert und außer kleinen Fähnchen-Pickern nichts dergleichen gefunden. Also ab in den Großhandel und statt den benötigten 3 Schirmchen einen 100-er Pack gekauft! So wird man sein Geld auch los... :-D

Hattet ihr auch schon Auftragstorten bei denen so viel schieflaufen wollte? Liegt es an der Aufregung oder kommt dabei der bekannte Fluch namens Vorführ-Effekt ans Tageslicht? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Liebe Grüße
Nellichen

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