Sonntag, 18. September 2011

Honigtorte auf russische Art

Eine Erinnerung aus Kindheitstagen hat mich eingeholt: der Geschmack einer echten russischen Honigtorte! Deswegen habe ich im Internet gestöbert und ein Rezept gefunden, dass ich nachgebacken habe.
Einigen von euch wird diese Schichttorte an die mittlerweile bei vielen Bloggern bekannte Milchmädchentorte erinnern. Und ähnlich ist auch das Backverfahren dieser Torte. Nur bei der Teigzubereitung wird es etwas aufwändig aber wenn man einer Anleitung folgt, kann nichts schiefgehen! Ich hätte euch natürlich nur den Link zum Rezept einstellen können aber ich vermute, die meisten werden mit kyrillischer Schrift nicht viel anfangen können :) 
Zutaten für den Teig:
3 EL Milch
5 EL Honig (flüssig oder fest, bestenfalls Wildblütenhonig)
200 g Zucker
150 g Butter
1 TL Natron (nicht zu verwechseln mit Backpulver)
eine Prise Salz
3 Eier
ca. 1 kg Mehl

Für die Creme:
800 g Schmand (24% Fett)
100 g Zucker
2 P Vanillezucker
1 EL Honig (nach Belieben)
Zubereitung:
In einem Topf Milch, Honig, Zucker und Salz bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Butter hinzugeben und vollständig schmelzen lassen. Das Natron hinzugeben und schnell rühren, denn die Masse beginnt stark zu schäumen. Solange rühren bis orangefarbene Streifen auftreten. Den Topf vom Herd nehmen und weitere 2-3 Minuten weiterrühren. Wenn die Masse abkühlt, beginnt sie sichtbar dunkler zu werden bis zu einer karamelligen Farbe. Wenn die Masse genug abgekühlt ist, nach und nach alle Eier unterrühren. Anschließend auch das Mehl nach und nach einrühren. Wenn die Masse mit dem Löffel nicht mehr gut zu rühren ist, Mehl weiter mit den Händen einarbeiten bis der Teig weich  ist und nicht mehr an den Händen klebt. Die Mehlmenge kann man nicht genau angeben, da die Konsistenz des Teiges durch den verwendeten Honig durchaus variieren kann. Den Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Den Teig anschließend in 6-8 gleiche Teile teilen (bei einem gewünschten Durchmesser von 26 cm in 6 Teile und bei  kleineren Durchmessern in 8 Teile). Jedes Stück auf Backparier rund ausrollen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Ich habe meinen Teig auf einer Silikonmatte ausgerollt, jeweils etwas größer als 26 cm. Der Teig wird für ca. 6 Minuten in den Ofen geschoben. Anschließend sollten die Kreise mit Hilfe eines Tellers oder einer Springform und einem Messer auf die gewünschte Größe zugeschnitten werden. Auf einem Rost abkühlen lassen. Die Reste aufheben. Achtung: sobald die Böden abkühlen, werden sie hart. Dann ist das Zuschneiden nicht mehr möglich!
Wenn alle Böden gebacken sind, den Schmand mit dem Zucker glatt rühren und die Böden auf einer Tortenplatte nacheinander mit der Schmand-Creme bestreichen und stapeln. Die abgeschnittenen Reste in einem Gefrierbeutel mit einer Teigrolle zerkrümeln und die Torte zum Schluss rundum mit den Krümeln bestreuen. Dann muss man viel Geduld aufbringen, denn die Honigtorte muss vor dem Genuss noch 8 Stunden durchziehen, am besten über Nacht. Und wenn man es geschafft hat, wird man von einem feinen karamelligen Honigaroma umgehauen…. Und wenn ich euch einen Rat geben kann: macht gleich die doppelte Menge und ich versichere euch, dass nichts übrig bleibt! Das ist auch das, was ich das nächste mal sicherlich tun werde :)
Honigsüße Grüße
Nellichen

Kommentare:

  1. Hi Nellichen
    Die Honigtorte tönt super lecker. Leider liebt in meiner Familie fast niemand den Geschmack von Honig. Hoffentlich präsentierst Du uns wieder einmal ein Tortenrezept aus Deiner Jugend. Da bin ich scharf drauf.
    Liebe Grüsse, Sandra

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  2. Die Torte hört sich richtig "gemütlich" an. Passt super zum Herbst und wird bald nachgebacken!

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  3. sieht lecker aus und hört sich sehr interessant an!

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  4. so Nellichen...der Mann hat entschieden :)
    dieses Rezept wurde auserwählt, um am 2.Weihnachtstag den Gaumen zu erfreuen :D

    ★★★Ich wünsche dir und deiner Familie ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest★★★

    Lg »★«Dεlicious»★«

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  5. Ich danke euch allen für die lieben Kommentare!
    @Delicious:
    ich freue mich, dass es dich zum Nachbacken animiert hat und wünsche dir und deine Familie ein frohes und geschmackserlebnisreiches Fest!
    Und das wünsche ich auch allen meinen lieben Lesern! :)

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  6. Nach diesem Rezept habe ich gesucht; vielen Dank!

    Ich möchte die Torte gerne zu einer Hochzeit machen. Die Feier ist samstags. Meinst du, ich kann die Böden Dienstag backen, Mittwoch einstreichen und Donnerstag eindecken? Oder ist das zu früh???

    Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar ;-)

    LG Ann Kathrin

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    1. Gern geschehen! :)
      Du kannst die Böden sogar schon Montag backen und in einem Torten-Container bis Mittwoch aufbewahren. Mittwoch einstreichen sollte OK sein, so hat die Torte Zeit um gut durchzuweichen. Ich würde sie nach dem Einstreichen jedoch kühl halten, wie bei Milchprodukten üblich. Und nicht vergessen: die Creme ist nicht fondanttauglich also vor dem Eindecken unbedingt Ganaché drüber!
      Ich wünsche gutes Gelingen und würde mich freuen, wenn du nach der Hochzeit berichtest :)
      Liebe Grüße
      Nellichen

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    2. kann ich bitte den link haben?

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    3. Also liebe Leut, heute liegt mir etwas auf dem Herzen: wie ihr wisst, antworte ich sehr gerne auf Fragen und schreibe sogar nach Wunsch Anleitungen etc. Aber ich finde es traurig, dass es Menschen gibt, die nicht mal Zeit finden, ihren Namen unter einem Kommentar zu hinterlassen (oder wenigstens mit einem freundlichen Gruß beginnen) aber von mir möchten, dass ich mich ihrer Frage widme! So macht bloggen keinen Spaß und ich bin nicht gewillt, solchen Anfragen meine Zeit zu schenken und verweise auf einen Internetsuchdienst :p Ja, auch ich kann zickig sein :p
      (ich hoffe, hiermit fühlen sich nur die "Anonymos" angesprochen)

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  7. Wird heute nachgecaken

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