Dienstag, 20. Dezember 2011

Endspurt Plätzchenbäckerei

Wer bis jetzt noch keine Plätzchen gebacken hat, für den ist allerhöchste Eisenbahn. Wer noch keine Idee hat, dem habe ich hier ein paar Vorschläge zusammengestellt, die ich auch nachgebacken habe.
Sekt-Taler
Rezept gefunden bei Irene
Ich habe die Teigmenge und die Crememenge verdoppelt aber die einfache Menge hätte auch gereicht. Die Plätzchen sind nicht zu süß und das Sektaroma ist nicht dominant. Wer es alkoholfrei mag, der kann die Creme bzw. Ganaché auch ohne Sekt machen, ich könnte es mir mit etwas Zitronensaft oder -abrieb auch sehr gut vorstellen.

Der Klassiker: Vanillekipferl 
Rezept gefunden bei Monika 
Auch die Kipferl habe ich in Unmengen gebacken. Leider hatte ich am Backtag keine Vanillestange im Haus und musste den Teig mit Vanillinzucker anrühren. Mit echter Bourbon-Vanille wären sie sicherlich noch viel viel aromatischer!

Zimt-Orangen-Butterkekse
 Rezept gefunden bei Irene
Da ich noch ein Glas englischen Zitronengelee und viele Zitronen hatte, habe ich das Rezept zu Zimt-Zitronen-Butterkeksen umgewandelt. Nach denen wurde besonders gern gegriffen. Wer also Orangen oder Zitronen daheim hat, dem lege ich diese Kekse besonders ans Herz!

Cranberry-Schneeflöckchen
Zutaten:
  • 250 g zimmerwarme Butter
  • 130 g Puderzucker
  • 2-3 EL selbstgemachter Vanillezucker
  • 100 g Mehl
  • 250 g Speisestärke
  • 50 g gemahlene Mandeln 
  • 100 g getrocknete Cranberries, kleingehackt
Die Butter cremig schlagen und dabei den Puderzucker und Vanillezucker einrieseln  lassen. Die Butter weiterschlagen bis sie hell und weiß wird. In einer separaten Schüssel Mehl, Speisestärke und Mandeln verrühren. Die Mehlmichung mit der Butter verrühren und zum Schluss die Cranberries dazu. Den Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Mit einem Teelöffel gleichgroße Teigmengen abschaben, in der Hand schnell zur Kugel formen und aufs belegte Backblech legen (Vorsicht: nicht zu nah beieinander). Mit einer Gabel etwas plattdrücken. Im vorgeheizten Backofen (Umluft 160°C) ca. 15 Minuten backen. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren, deswegen habe ich den Backofen beobachtet: die Plätzchen sollen nicht dunkel werden, denn es sind ja Schneeflöckchen :)
Diese Plätzchen zergehen auf der Zunge! Wer keine Cranberries zur Hand hat, der kann die Plätzchen auch ohne nachbacken. Jedoch haben die Cranberries den Flöckchen einen besonderen Geschmack verliehen.

Ich hoffe, ich konnte zum Nachbacken animieren! Und Plätzchen schmecken ja auch nach dem Weihnachtsfest  super! Also schnell noch nachbacken :)

Ich wünsche allen ein liebevolles Weihnachtsfest
Nellichen

Montag, 12. Dezember 2011

Western-Torte

Es geht doch nichts über Motto-Parties! Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt hat, dem ist nicht entgangen, dass ich gerne verkleidet feiere. Und am allerliebsten, wenn gerade nicht die fünfte Jahreszeit ist, denn dann ist es etwas Besonderes! Und so geschah es... (hmm, das klingt zu märchenhaft)... Ich fange dann mit YEEHAW an. Das klingt mehr nach Western oder? Eingeladen war ich zu einer Mottoparty, doch ohne den Gastgeber zu kennen. Aber genau dieser sollte mit einer Western-Torte überrascht werden. Aufregend!
Zu diesem Motto habe ich diese Torte gebacken

Drin stecken zwei Eierlikörkuchen gefüllt mit selbstgemachtem Lemon-Curd. Da der Beschenkte keine dunkle Schokolade mag und Laktose nicht verträgt, habe ich eine Ganaché aus weißer Schokolade und laktosefreier Sahne gemacht und die Torte nur von außen damit eingestrichen. Ich persönlich bin zwar auch laktoseintolerant, vertrage die Ganaché mit normaler Sahne ganz gut aber das ist von Person zu Person unterschiedlich.
Die Kuhfell-Dekoration gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ich musste feststellen, dass es komplizierter ist ungleichmäßige Flecken zu schnitzen als gleichmäßige Muster zu machen. Der braun gefärbte Fondant ließ sich nicht reißen: wie Kaugummi dünnte er an den Reißstellen aus und die braune Farbe wurde dadurch an den Kanten heller. Aber hübsch ist was anderes. Dann habe ich versucht mit dem Skalpellmesser ungleichmäßige Flecken zu schneiden: FAIL! Irgendwann habe ich mit dem Skalpell entnervt an den Kanten kleine Fetzen abgeritzt mit einer Ritzen-Reißen-Technik und siehe da, die Kanten wurden so, wie ich es mir vorstellte.
Irgendwo auf der Torte sollte ja auch der Name des Gastgebers auftauchen und da entschied ich mich für einen Sheriff-Stern. Dafür habe ich Blütenpaste etwas dicker ausgerollt und mit einem gewöhnlichen Plätzchenausstecher einen Stern ausgestochen. Auf diesen habe ich die Buchstaben und fünf gleichgroße, etwas plattgedrückte Kügelchen an den Zacken platziert. Anschließend mit goldener Lebensmittelfarbe bepinselt und fertig war der Sheriff-Stern.
Die Torte schlug ein wie eine Granate, sehr zu meiner Freude! :D Und die Party war sowieso ein Knaller: von Live-Band über Vogelspinnen bis hin zum Jacuzzi-Plantschen war alles dabei!

YEEHAW, WILD WILD WEST!

Freitag, 2. Dezember 2011

Geburtstagstörtchen

Ich komme derzeit nicht vom Backofen weg :) Der Dezember beginnt mit dem Geburtstag einer Nachbarin, die kurz vor einer Weihnachtsstern-Allergie steht, denn Dank Winteranfang scheinen ihre Gratulanten nur Weihnachtssterne im Kopf zu haben und die Arme wird überhäuft mit roten, weißen und glitzernden Topfpflanzen. Und genau aus diesem Grund habe ich eine Geburtstagstorte gebacken, die ganz und gar nicht weihnachtlich ist!
Verziert mit ein paar Ribbon-Röschen und ganz in rosa Tönen gehalten erinnert doch nichts an Weihnachten oder?
Darunter versteckt sich ein kleines Eierlikörtörtchen mit weißer Ganaché. Doch die Beschenkte wollte noch kein Messer an "das schöne Kunstwerk" heranlassen. Wie gut, dass Torten nicht über Nacht welken können :)
Sooo, nun soll die vorweihnachtliche Stimmung zurückkehren, deswegen gibt es hier eine kleine Vorschau auf meine Plätzchenbackstube
Und natüüüüüürlich habe auch ich den Weihnachtsstern in der guten Stube stehen :D

Wünsche allen leggere Überraschungen im Adventskalender
Nellichen

Sonntag, 27. November 2011

Tauftorte für einen Jungen

HO HO HO... Ach nein, das ist ja noch zu früh :D
Aber schon ist er da: der erste Advent! Viele von euch haben sich an die ersten Plätzchen gewagt und auch ich habe pfundweise Butter verbacken. Back-Assi hat mich sogar als "Der Backgerät" getauft. So früh wie dieses Jahr habe ich noch nie mit Plätzchen- & Stollenbacken begonnen. Dabei habe ich viele eurer Rezepte nachgebacken. Aber eigentlich wollte ich diesen Blogeintrag einem kleinen Prinzen namens Ben widmen, der heute getauft wurde. Zu diesem Anlass habe ich eine Torte gebacken.
Inspiriert wurde ich von einer Tauftorte von Cakescrazy. Auf Wunsch der Eltern sollte eine Bibel oder ein Kreuz die Torte zieren und es sollte nicht ganz liegend und nicht senkrecht stehend sein sondern einen Winkel von ca. 45° haben. Und da ich mich als Waage-Sternzeichen nur schwer entscheiden kann, gab es Bibel UND Kreuz :) Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 
Und meine neuen ovalen Backformen von Fat Daddio´s habe ich auch eingeweiht. (Für die Schnäppchenjäger unter euch: Bei KDTorten gibt es diese Aluminiumformen momentan im Angebot zum halben Preis! Oder ab damit auf die Wunschliste für den Weihnachtsmann!)
Gebacken habe ich mal wieder die Baileys-Törtenböden und gefüllt habe ich sie mit weißer Ganaché: das haben sich die Eltern gewünscht. Das Crumbcoating war diesmal schwieriger, da ich keine passende ovale Tortenplatte als Unterlage hatte. Also musste ich eine große Runde Tortenplatte mit einer Tapetenschere zuschneiden. Bei der Dicke des Kartons haben andere Scheren versagt. Mit großem Krafteinsatz habe ich es dann auch geschafft aber so glatt und ordentlich oval wurde es dann doch nicht. Und da ich mich beim Glattstreichen immer an der Platte orientiere, wurde es etwas uneben aber das sieht vielleicht auch nur ein Kennerauge :) Das Eindecken war jedoch nicht schwieriger als bei den runden Torten. Für die erste ovale Torte bin ich zufrieden gewesen. Jetzt bin ich nur noch gespannt darauf, wie es den Eltern gefallen hat!

In diesem Sinne wünsche ich dem kleinen Ben und seinen Eltern einen schönen Tauftag und alles Gute!

Und meinen lieben Lesern wünsche ich einen schönen ersten Advent und immer genügend Butter im Hause für spontane Plätzchen-Backgelüste ;)

Viele zimtige Adventsgrüße
Nellichen

Donnerstag, 3. November 2011

Gebackene Pfirsiche nach einem russischen Rezept

Hola, ihr Lieben!
Frisch erholt aus dem Urlaub gibt es einen neuen Eintrag aber mit Gebackenem vom Oktober. Ich hatte wieder Lust auf einen Geschmack aus der Kindheit und habe "Pfirsiche" gebacken.


Es handelt sich dabei nicht um echte Früchte sondern um ein Gebäck. Es sind eine Art weiche Plätzchen mit einem Kern aus Karamellcreme und Walnüssen. Eigentlich sind Pfirsiche etwas für den Sommer aber Nüsse und Karamell passen doch perfekt zu der kalten Jahreszeit, wie ich finde :)
Wer auch mal "etwas außergewöhnliches" backen will, habe ich für euch das Rezept übersetzt.

Zutaten (für ca 20 große Pfirsiche):
1000 g Weizenmehl
1 P. Backpulver
250 g Butter, zimmerwarm
450 g Zucker
2 Eier
400 g Schmand

Zutaten für die Füllung:
250 g Butter, zimmerwarm
1 Dose gekochte gezuckerte Kondensmilch (Dulce de leche, Karamell)
Walnüsse
rote und gelbe Speisefarbe
Likör nach Bedarf
etwas Zucker
Zubereitung
Backofen auf 190°C vorheizen. Die Butter cremig rühren und Zucker einrieseln lassen. Eier nach und nach einrühren und anschließend den Schmand hinein. Mehl mit Backpulver mischen und zur Schmandmasse hinzugeben. Einen weichen Mürbeteig kneten und kleine Kügelchen formen. Diese mit genügend Abstand auf  Backbleche verteilen, dabei etwas andrücken und jeweils ca. 15 Minuten backen. Nach dem Abkühlen mit einem Teelöffel auf der Backblech-Seite eine Mulde aushöhlen. Für die Karamellcreme die Butter cremig rühren und die gekochte Kondensmilch löffelweise unterrühren. In die Mulde eine halbe Walnuss drücken und mit der Karamell-Buttercreme füllen. Zwei Hälften aneinanderdrücken so dass eine Pfirsichform entsteht. Wer es eher fruchtig mag, kann auch mit Marmelade füllen oder einer anderen Creme.
In je ein Schälchen Pastenfarben mit etwas Wasser anrühren und nach Geschmack auch mit einem Likör verfeinern. Die Pfirsiche halb-halb mit den Farben bestreichen und solange das Gebäck noch feucht ist, im Zucker wälzen. Und fertig sind die gebackenen Pfirsische!

Mit einer Tasse Kakao oder Tee einfach toll! Und dazu die verdutzten Augen: "Oooh, die hast du selbst gebacken?"...   :D

Karamellige Grüße
Nellichen

Dienstag, 18. Oktober 2011

Meine erste Tauftorte

Das vergangene Wochenende war ich auf einer Doppelfeier: der kirchlichen Trauung meines Cousins mit gleichzeitiger Taufe der kleinen dreijährigen Tochter. Eigentlich war ich gebeten die Hochzeitstorte zu backen aber weil die Torte hätte 350 km transportiert werden müssen, habe ich die Bitte ablehnen müssen. Das Risiko eines Transportschadens war mir bei dieser Entfernung zu groß! Ganz ohne Torte wollte ich aber nicht auf der Feier erscheinen, deswegen habe ich mein Herzblut in eine Tauftorte gelegt! Und das ist dabei herausgekommen:

 
 Gebacken habe ich wieder drei Eierlikörkuchen, die ich mit Lemoncurd und Mandel-Buttercreme gefüllt habe. Durch den Lemoncurd hat die Torte sehr zitronig und frisch geschmeckt.
Das beschenkte Taufkind hat die Torte mit großen Augen betätschelt und wollte sie anschließend selbst halten  (die Torte hat jedoch fast so viel gewogen wie das Taufkind selbst :) Die Enttäuschung  war jedoch nach ein paar abgepulten Nonpareilles verschwunden...
Ach, was war das für eine schöne Feier und die Trauung im Ulmer Münster bleibt auch unvergesslich! Und da ich noch bestimmt eine Woche mit Schlafmangel und highheeltoten Füßen kämpfen muss (denn um 5 Uhr morgens habe ich noch die Tanzfläche gerockt),  halte ich diesen Blogeintrag kurz ;)

Feierwütige Grüße
Nellichen

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Baileys-Geburtstagstorte mit Orchideen aus Blütenpaste

Mit großer Freude habe ich letzte Woche eine Auftragstorte ausgeliefert. Es war eine Baileys-Torte mit Orchideen aus Blütenpaste. 
Als Grundlage habe ich mal wieder den Baileyskuchen in einer 30cm-Form gebacken. Dazu habe ich das Rezept des Eierlikörkuchens von Monika abgewandelt. Statt Eierlikör habe ich 250 ml Baileys (man kann auch gut einen günstigeren Ersatz nehmen). Die Ölmenge habe ich auf 100 ml reduziert und bei  knapp 180°C in der 30er Aluminiumbackform 30-35 Minuten gebacken. Statt der Hubbelfrei-Methode habe ich einen anderen Trick für mich entdeckt: Die Form mit einem Backtrennspray  einsprühen (ich habe eine große Dose, die scheinbar für eine Ewigkeit reicht obwohl ich sie ständig im Einsatz habe) und um den Kuchen später von der Form besser zu lösen einen Esslöffel Mehl auf den Boden streuen und durch Klopfen und Drehen der Form das Mehl nur auf dem Boden verteilen und überschüssiges Mehl auskippen. Warum nicht auf den Rändern fragt ihr euch? Ganz einfach: auf bemehlter Fläche kann dieser Teig am Rand nicht emporsteigen, sondern löst sich ab und der Kuchen wird nicht gleichmäßig hoch und auch nicht gleichmäßig rund. Ähnliche Probleme hatte ich bei der Hubbelfrei-Methode. Der Teig stieg zuerst am Backpapier hoch, doch dann weichte das Papier auf und wellte sich in der Form und damit auch der Kuchenrand. Deswegen backe ich mittlerweile nur noch nach meiner Methode und meine Kuchen werden gleichmäßig. Gleich nach dem Backen 10 Minuten abkühlen lassen, dann fahre ich mit einem Messer vorsichtig am Rand entlang und löse den Kuchen. Da der Rand ja vorher eingesprüht war, geht das sehr einfach. Anschließend lege ich ein Kuchengitter auf die Backform und drehe beide zügig auf den Kopf. Der Kuchen löst sich perfekt von der Form, ist am Rand nicht gewellt und wird gleichmäßig hoch!
Damit die Torte noch mehr Baileys-Aroma bekommt, habe ich eine Baileys-Buttercreme kreiert.

Zutaten für eine Baileys-Buttercreme:
450 ml Baileys
3 EL Zucker
1 P. Vanillepudding
500 g Butter (zimmerwarm)
Puderzucker nach Belieben (bei mir waren es 60 g)
Zubereitung:
Aus Baileys, Zucker und Vanillepuddingpulver nach Anleitung einen Pudding kochen und am besten über Nacht auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Damit sich keine Puddinghaut bildet, legt man Klarsichtfolie direkt auf den Pudding. Die Butter geschmeidig schlagen bis sie ganz hell und weißlich wird. Den Puderzucker langsam hinzugeben. Anschließend löffelweise den Baileys-Pudding einrühren. Die fertige Buttercreme ist allerdings nicht für Kinder geeignet, denn beim Kochen verflüchtigt nur ein sehr geringer Teil des Alkohols.

Da ich die Torte mit Fondant eingedeckt habe, habe ich sie nach dem Füllen von außen dennoch mit weißer Ganaché bestrichen, da ich mit Buttercreme und Fondanttauglickeit noch keine Erfahrung habe. Sicher ist sicher!

Die Orchideen (es sind meine ersten) habe ich schon Tage vorher gemacht. Auch wenn ich schon seit Ewigkeit ein Metallausstecher-Set besitze, bin ich jetzt erst dazu gekommen es zu benutzen. Und nach dem ersten Versuch stand für mich fest: sooooo geht das nicht, die sind zu klein (vom Desaster existieren natürlich keine Fotos)! Das Labellum (Innenteil der Blüte) war von der Größe her OK aber die Blütenblätter wurden viel zu mickrig. Zum Glück habe ich mich mittlerweile mit einer großen Anzahl an verschiedenen Ausstechern eingedeckt und konnte mir die Petalen (die beiden größeren Blütenblätter) und die Sepalen (die drei dünneren Blütenblätter) anhand von Tropfen- und Blatt-Ausstechern von Caros Zuckerzauber selbst gestalten. Die Blütenpaste habe ich etwas dicker als sonst ausgerollt und im Mohnblüten-Veiner auf die gewünschte Breite gedrückt/gequetscht. Gedrahtet habe ich die Blüten nicht, denn sie sollten direkt auf der Torte aufliegen. Also habe ich die Einzelteile mit Zuckerkleber (CMC und etwas abgekochtem Wasser) zusammengeklebt.
Im Internet gibt es so viele Anleitungen für Orchideen, dass ich wohl nicht weiter ausschweifen brauche :)

Herbstliche Grüße
Nellichen

Sonntag, 18. September 2011

Honigtorte auf russische Art

Eine Erinnerung aus Kindheitstagen hat mich eingeholt: der Geschmack einer echten russischen Honigtorte! Deswegen habe ich im Internet gestöbert und ein Rezept gefunden, dass ich nachgebacken habe.
Einigen von euch wird diese Schichttorte an die mittlerweile bei vielen Bloggern bekannte Milchmädchentorte erinnern. Und ähnlich ist auch das Backverfahren dieser Torte. Nur bei der Teigzubereitung wird es etwas aufwändig aber wenn man einer Anleitung folgt, kann nichts schiefgehen! Ich hätte euch natürlich nur den Link zum Rezept einstellen können aber ich vermute, die meisten werden mit kyrillischer Schrift nicht viel anfangen können :) 
Zutaten für den Teig:
3 EL Milch
5 EL Honig (flüssig oder fest, bestenfalls Wildblütenhonig)
200 g Zucker
150 g Butter
1 TL Natron (nicht zu verwechseln mit Backpulver)
eine Prise Salz
3 Eier
ca. 1 kg Mehl

Für die Creme:
800 g Schmand (24% Fett)
100 g Zucker
2 P Vanillezucker
1 EL Honig (nach Belieben)
Zubereitung:
In einem Topf Milch, Honig, Zucker und Salz bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Butter hinzugeben und vollständig schmelzen lassen. Das Natron hinzugeben und schnell rühren, denn die Masse beginnt stark zu schäumen. Solange rühren bis orangefarbene Streifen auftreten. Den Topf vom Herd nehmen und weitere 2-3 Minuten weiterrühren. Wenn die Masse abkühlt, beginnt sie sichtbar dunkler zu werden bis zu einer karamelligen Farbe. Wenn die Masse genug abgekühlt ist, nach und nach alle Eier unterrühren. Anschließend auch das Mehl nach und nach einrühren. Wenn die Masse mit dem Löffel nicht mehr gut zu rühren ist, Mehl weiter mit den Händen einarbeiten bis der Teig weich  ist und nicht mehr an den Händen klebt. Die Mehlmenge kann man nicht genau angeben, da die Konsistenz des Teiges durch den verwendeten Honig durchaus variieren kann. Den Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Den Teig anschließend in 6-8 gleiche Teile teilen (bei einem gewünschten Durchmesser von 26 cm in 6 Teile und bei  kleineren Durchmessern in 8 Teile). Jedes Stück auf Backparier rund ausrollen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Ich habe meinen Teig auf einer Silikonmatte ausgerollt, jeweils etwas größer als 26 cm. Der Teig wird für ca. 6 Minuten in den Ofen geschoben. Anschließend sollten die Kreise mit Hilfe eines Tellers oder einer Springform und einem Messer auf die gewünschte Größe zugeschnitten werden. Auf einem Rost abkühlen lassen. Die Reste aufheben. Achtung: sobald die Böden abkühlen, werden sie hart. Dann ist das Zuschneiden nicht mehr möglich!
Wenn alle Böden gebacken sind, den Schmand mit dem Zucker glatt rühren und die Böden auf einer Tortenplatte nacheinander mit der Schmand-Creme bestreichen und stapeln. Die abgeschnittenen Reste in einem Gefrierbeutel mit einer Teigrolle zerkrümeln und die Torte zum Schluss rundum mit den Krümeln bestreuen. Dann muss man viel Geduld aufbringen, denn die Honigtorte muss vor dem Genuss noch 8 Stunden durchziehen, am besten über Nacht. Und wenn man es geschafft hat, wird man von einem feinen karamelligen Honigaroma umgehauen…. Und wenn ich euch einen Rat geben kann: macht gleich die doppelte Menge und ich versichere euch, dass nichts übrig bleibt! Das ist auch das, was ich das nächste mal sicherlich tun werde :)
Honigsüße Grüße
Nellichen

Dienstag, 23. August 2011

Käsekuchen NY-Style mit Brombeer-Spiegel

Ich scheine einen Käsekuchen-Tick zu haben :D Nein, habe ich nicht! Aber Back-Assi meinte mal, dass er keinen Käsekuchen mag und das will ich einfach nicht akzeptieren! Deswesen wird Käsekuchen auch in so vielen Varianten gebacken um den Herrn auf den Geschmack zu bringen ;) Und ich glaube, das ist mir schon gut gelungen, denn er verzieht sein Gesicht nicht mehr, wenn ich sage: "Lass uns ´nen Käsekuchen backen".
Diesmal sollte es ein New York Cheesecake sein, denn ich habe schon so viele davon schwärmen lesen. Ich war noch nie in den Staaten und habe auch nie diesen berühmten Käsekuchen probiert. Durch die Verwendung von Frischkäse statt Quark ist er in der Textur feiner. Und dann wird statt Mürbeteig ein Keks-Buttergemisch als Boden gemacht. Mir scheint, das hat sich jemand einfallen lassen, der den echten Käsekuchen aus Deutschland vermisst hat, denn in Amerika gibt es keinen solchen Quark, wie wir ihn hier kennen. Und dann auch noch ein Keksboden, der mich an die Kühlschrank-Torten für Anfänger erinnert...  Wie ihr seht, ich war neugierig aber skeptisch :) Aber das Ergebnis lässt sich sehen
Bei Jassi von Baking The Law habe ich eine Rezept-Grundlage gefunden. Vielen Dank, Jassi! Bei mir wird ja beinahe jedes Rezept verändert. :D Da ich etwas weniger als 400 g Frischkäse hatte, habe ich doch noch zusätzlich ca. 100 g Quark zu dem Frischkäse gegeben. Und da mir die Masse anschließend so flüssig erschien, habe ich einen EL Stärke eingerührt. Aber im Nachhinein kann ich wohl doch sagen, dass die Eier den Frischkäse auch so gebunden hätten: Probieren geht über Studieren! 
Statt Butterkekse habe ich Zoo-Kekse genommen und Back-Assi hat sie mit dem Nudelholz bearbeitet. Als ich die zerlassene Butter hinzugegeben hatte, war die Keksmasse überhaupt nicht knetbar und noch zu trocken also habe ich noch zusätzliche Butter erwärmt und hinzugegeben. So konnte ich die Keksmasse mit einem Löffel in die Form drücken. 
Nach dem Backen wollte ich den Käsekuchen nicht "nackt" lassen. Jassi hatte auf ihren Käsekuchen Erdbeeren mit Basilikumzucker gegeben aber die Erdbeerzeit ist vorbei und die schwarzen reifen Brombeeren im Garten haben nach mir gerufen. Spontan entscheid ich mich einen Brombeerspiegel auf den Käsekuchen zu setzen. Dazu habe ich einen TL Gelatine in etwas Wasser quellen lassen. Währenddessen wurden ca. 15 Brombeeren mit etwas Wasser und Zucker in einem kleinem Pfännchen erhitz und mit einem Löffel angedrückt, damit der Saft entweichte und die Kerne weitestgehend an der Frucht blieben. Das verbliebene Fruchtfleisch habe ich mit einem Löffel herausgefischt: wer will, der kann den Saft durch ein Sieb laufen lassen, damit wirklich keine Kerne bleiben. Zum Schluss die Gelatine erwärmt, in den Saft gerührt und auf den Käsekuchen gegossen. Mit den restlichen Brombeeren garniert und ab damit in den Kühlschrank! Als Back-Assi dann von seinem ungewollten Nickerchen aufwachte, waren seine ersten Worte: "Wo ist der Käsekuchen? Ich will ein Stück!". Mir scheint, die Anti-Käsekuchen-Zeiten sind passè :D
Mein Fazit: der säuerliche Brombeerspiegel passte perfekt zu diesem Käsekuchen. Die Frischkäsemasse ist samtig weich und köstlich! Aber der Keksboden konnte mich nicht begeistern, da bevorzuge ich doch den guten alten Mürbeteig!

Ein strahlendes "CHEESE" an alle
Nellichen

Samstag, 13. August 2011

Coctail-Käsekuchen Teil 3 "Matcha-Latte"

Einige werden sich jetzt denken: " Matcha? Was soll das denn wieder sein", die anderen werden sagen: "Pffft, das ist aber gar kein Coctail!"...
Matcha-Latte ist ein "neumodisches" Getränk aus japanischem grünem Pulvertee namens Matcha. Bevor ich jetzt weit ausschweife und alle Neulinge über Matcha aufkläre, verweise ich auf den tollen Blog von Amatō, denn dort habe auch ich mich über Matcha eingelesen.
Meinen ersten Matcha-Latte habe ich in Darmstadt getrunken (Danke Simon, dass du mich mit dem Matcha-Fieber angesteckt hast!). Seitdem wollte ich es unbedingt auch daheim jederzeit trinken können. Ich muss euch sagen: dieses Hobby ist teurer als das Torten-Hobby. Denn es reicht nicht aus nur das Teepulver zu kaufen. Die Grundausstattung wie Chasen(Bambusbesen), Chasentate (Keramikhalter für Chasen), Chashaku (Bambus-Löffelchen),  Tee-Thermometer und Chawan (Tee-Schale) sollte man sich auch unbedingt zulegen. Und wenn man den Tee in einem Sacchet kauft, dann benötigt man auch eine Furuikan (Aufbewahrungsdose mit einem feinen Siebchen). 
Auf einen Chawan habe ich vorerst verzichtet, denn ich habe eine passende Müslischale (alle Teezeremonie-Meister werden jetzt auf die Barrikaden gehen aber ich bin auch nur eine arme Studentin und dem Geschmack tut es keinen Abbruch)! Und wenn wir schon vom Geschmack sprechen: ich könnte in Matcha-Latte baden :)

Ich habe mich für einen guten Koch-Matcha (Byakuren) von Koyamaen entschieden, denn dieser ist nicht nur zum Backen, sondern auch für die Zubereitung von Matcha-Latte geeignet. Ist diese satte grüne Farbe nicht toll?!

Sooo, jetzt aber zum Matcha-Käsekuchen! Das Rezept werde ich nicht posten, denn es kann einfach jedes beliebige Käsekuchen-Rezept umgewandelt werden. 
Ich habe ca 2-3 Chashaku (Löffelchen) Matcha in das Mehl gesiebt und einen Mürbeteig geknetet.  
Anschließend habe ich auch in die Quarkmasse einige Chashaku Matcha reingesiebt um auch dieser das feine Matcha-Aroma zu verleihen.
Beim Backen hat der Mürbeteig an Farbe eingebüßt, deswegen könnte man hier eigentlich auf die Matcha-Zugabe verzichten (aber ich würde es dennoch wieder so machen, alleine um diesen grasgrünen Teig zu kneten). Stattdessen würde ich viel mehr Matcha in die Quarkmasse geben um den Geschmack noch intensiver zu machen.
Lecker-schmecker war das... Und Nachbacken ist auch erwünscht! :)

Grasgrüne Grüße
Nellichen

Freitag, 29. Juli 2011

Mit 30 noch lange nicht ausgebremst!

Mein Nachbar feierte sein Jubiläum mit einer Gartenparty und ich sollte ihn mit einer Geburtstagstorte überraschen. Eine ganze Woche habe ich mir nur Gedanken über das Motiv gemacht, denn die Auftraggeberin (seine Mama) hatte auch keine konkreten Ideen.  Die 30... das ist schon eine besondere Zahl! Zu diesem Stichpunkt sind mir die Ü30-Parties eingefallen und die 30er Zone. Und überhaupt war mir irgendwie danach, den Nachbar mit seinem Alter etwas auf die Schippe zu nehmen und so war die Idee von einer Verkehrsschild-Torte geboren.


Für diejenigen, die bei der Verkehrsschild-Überwachungsbehörde arbeiten: und jetzt mit erhobenem Finger  "Aaaber aaaber" rufen:  Neiiiiiin, es ist mir nicht entgangen, dass die Zone 30-Schilder rechteckig sind aber ich wollte eine runde Torte machen! Und mit der quadratischen Tortenplatte wollte ich ein wenig eure Gemüter gnädig stimmen ;)
Als Vorlage habe ich mir das Schild ausgedruckt und die einzelnen Details ausgeschnitten. Anschließend Blütenpaste dünn ausgerollt, die Papiervorlagen daraufgelegt und mit dem Skalpellmesser laaangsam die Konturen abgefahren. Ehrlich gesagt hatte ich es mir viel einfacher vorgestellt. Das dünne Papier musste mit einer Hand rutschfest gehalten werden ohne Druckspuren auf der Blütenpaste zu hinterlassen und gleichzeitig musste man mit der anderen Hand das Skalpell so langsam und akkurat am Papierrand entlang führen ohne Wellen und Fetzen zu hinterlassen. Und just in diesem Moment bekommt man ein leichtes Zittern in der Hand. Wer sich zu lange mit dem Ausschneiden Zeit lässt, der bekommt ebenfalls die Quittung, denn die Blütenpaste trocknet an und wird schön brüchig... Ich will nicht jammern: man wächst mit seinen Aufgaben! Alle farbigen Details habe ich so schon am Vortag ausgeschnitten (einige sogar doppelt) und habe sie über Nacht trocknen lassen. 
Gebacken wurde auch am Vortag der Party. Ich hatte mich für eine neue Variante eines Möhrchenkuchens entschieden: er ist saftig, hat durch Walnüsse eine nussige Geschmackskomponente und ist 'mal was anderes'! Das Originalrezept sieht Pecannüsse vor aber geschmacklich finde ich sie nicht anders als Walnüsse und Walnüsse sind zudem auch leichter zu beziehen! Ach, und was viele auch überrascht: in den Teig kommt etwas Zimt und das macht diesen Kuchen aromatisch und außergewöhnlich. 
Und hier kommt das Rezept: (das Original hatte Cups-Mengenangaben, die ich für euch in Gramm umgerechnet/umgewogen habe und außerdem habe ich am Fett- und Zuckergehalt geschraubt)

Zutaten:
4 Eier
230 ml Sonnenblumenöl
350 g Zucker
2 TL Vanilleextrakt (oder 2 P Vanillinzucker. Ich habe auch Butterextrakt verwendet)
240 g Weizenmehl
2 TL Natron
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
1/2 TL Zimt
ca. 400 g Karotten (8-9 mittlere Größe), gerieben
150-200 g Walnüsse, gehackt

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Eine 28er oder 30er Form einfetten und bemehlen. Eier und Zucker schaumig weiß schlagen. Öl und Vanilleextrakt hinzugeben. In einer separaten Schüssel Mehl, Salz, Natron, Backpulver und Zimt verrühren und unter die Eimasse heben. Geriebene Karotten und Walnüsse einrühren und den Teig in die Form geben. 40-50 Minuten backen. Stäbchentest machen. Anschließend 10 Minuten in der Form abkühlen und dann auf ein Kuchengitter stürzen und erkalten lassen.

Für die obige Torte habe ich zwei solcher Böden gebacken. Eigentlich serviert man den "Carot cake" mit einer Frischkäse-Creme aber ich hatte noch ein Glas selbstgemachten Lemon-Curd im Kühlschrank stehen und das passte meiner Meinung nach auch wunderbar zu diesem Rezept. Und die Geburtstagsgäste stimmten mir anschließend zu. Ratz-fatz war die Torte aufgegessen. Die Überraschungstorte ist auch beim Geburtstagskind sehr gut angekommen: er war von der  Schild-Idee angetan und hat ebenfalls vom Geschmack geschwärmt. Tage später hatte ich dann die Überraschung: ein wunderschöner  sonniger Blumenstrauß zierte meinen Eingang und hat mich eine ganze Woche mit seiner Blütenpracht erfreut!

Also ihr Lieben da draußen: ran an den Herd und auch ihr werdet überrascht sein, wie gut Möhrchen im Kuchen schmecken!
Viele Grüße
 noch-U30-Nellichen :D

Sonntag, 24. Juli 2011

Achtung: nur was für Schokoholics :D Devils-Food-Kuchenrezept geeignet für Muffins und für Torten!

Da das Wetter momentan keine besonders sommerlichen Gefühle weckt, sollten alle Nachbarn beim Straßenfest Glückshormone durch Schokoladen-Genuss tanken!!! Zu diesem Zwecke habe ich eine Portion "Devils Food"- Teig angerührt und ca. 36 Muffins gebacken (oder nennt man das jetzt doch Cupcake?? Ach, keine Ahnung, wieso man sich auf eine Bezeichnung festlegen muss). Beim Topping habe ich einfach mal herumexperimentiert. Und hier kommt die Glückshormon-Tankstelle:
Und damit meine Leser da draußen auch glücklich sind/werden, gibt es das Rezept gleich dazu:

Zutaten für die Muffins (ca. 30-36 Stück):
4 Eier
350 g Zucker
360 g Mehl
2 1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
115 g Kakao
500 ml Buttermilch
300 ml Öl
2 Päckchen Vanillezucker oder 2 TL Vanille-Extrakt
Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. In der Zwischenzeit die Eier erst kurz schaumig schlagen und anschließend Zucker und Salz einrieseln lassen. Die Eimasse lange schaumig schlagen bis sie ganz hell wird. Öl und Buttermilch zur Eimasse geben und kurz durchrühren. In einer separaten Schüssel Mehl, Kakao und Backpulver umrühren bis eine homogene Farbe entsteht. Diese Mehlmischung vorsichtig unter die Eimasse heben und den Teig in Muffinförmchen verteilen (ich gebe jeweils etwa 2 EL Teig in ein Förmchen). Die Muffins kommen für 15 Minuten in den Ofen. 
Da es eine große Menge Teig ist, habe ich 2 Backformen zu je 12 Muffins gleichzeitig im Ofen. Wenn diese dann fertig sind, verteile ich den Rest des Teiges auf 12 weitere Förmchen. Wenn man nur eine 12-er Form hat, dann wären es drei Durchgänge und ich kann euch nicht sagen ob der Teig so lange ruhen darf ohne Qualitätsverluste ;-)

 Zutaten für das Topping:
270-300 g Mascarpone (bei mir war es die "Light-Version")
200 g Schokolade ( eine Tafel Vollmilch- und eine Tafel Zartbitter-Schoki)
(für Zartbitter-Schokoholics empfehle ich 2 Tafeln Zartbitter)

Zubereitung:
Die Schokolade grob hacken und in einem Wasserbad langsam schmelzen. In der Zwischenzeit die Mascarpone geschmeidig rühren. Anschließend die geschmolzene Schokolade unterrühren und die Masse kalt stellen (ca. 10 Minuten). Mit einer Wilton-Tülle M lässt sich die Schoko-Creme wunderbar zu Röschen spritzen. Als i-Tüpfelchen kamen bei mir noch goldene Nonpareille drauf. 

Und fertig ist der schokoladigste Schoko-Genuss, den ich kenne! Der Teig ist fluffig, überhaupt nicht trocken und durch den vielen Kakao seeehr schokoladig! Die sind wirklich teuflisch gut, wie der Name schon sagt!
Also schmeißt eure Küchenmaschinen an und gönnt euch eine Ladung Glücksgefühle :)

Schokoladige Grüße
Nellichen

Sonntag, 17. Juli 2011

Pimp my KitchenAid

Ich hab´s getan! Ich habe meinem Baby einen neuen Look verpasst! Nicht, dass mir die KitchenAid langweilig geworden wäre aber was tut man nicht alles für sein liebstes Backutensil :)  



Entdeckt habe ich die Aufkleber bei einem Online-Versandhändler und sofort dachte ich nur eines: DIE soll mein Schätzchen bekommen! Kaum bestellt, schon waren sie da und schwupp-didupp erstrahlt meine KitchenAid im neuen Glanz und ich kann mich wie immer nicht an ihr sattsehen :D

Donnerstag, 30. Juni 2011

Maulwurf-Schnittchen ohne Krümelhügel

Darf sich ein Kuchen Maulwurfkuchen nennen, wenn der Hügel mit den Krümeln fehlt??? 
Laut Back-Assi NEIN! Dabei war er es, der mit den Wunsch nach einem Maulwurfkuchen geäußert hat. Tjaaa, dabei müsste er es langsam wissen, dass bei mir kein Rezept "heil" bleibt, hihi! Wäre ja langweilig, wäre doch nicht Nellichen :D

Die Grundlage für die Maulwurfschnittchen bildete das Rezept für einen Schoko-Bananenkuchen von Monika. Die Teigmenge ist ausreichend für ein ganzes Blech. Auf dem Blech verteilt, braucht der Teig keine 50-60 Minuten im Backofen, sondern ist auch schon in 40 Minuten fertig. Wie man sieht, geht er wunderbar auf und wird durch die reifen Bananen sehr saftig. Und eigentlich könnte man diesen Kuchen ohne weiteren Schnickschnack essen aber es musste ja ein Maulwurfkuchen her...
Also überlegte ich, welche Creme passen würde. Sahne mit Sahnefestiger?? Bääh, ich mag keine Sahne pur und finde es auch tooootal langweilig. Ein selbstgemachter Pudding musste her! Also 75 g Stärke  in etwas Milch eingerührt, den restlichen Liter Milch mit 50g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker zum Kochen gebracht und unter ständigem Rühren die Stärke einfließen lassen und den Pudding erneut aufgekocht. Jaa, so einfach ist ein Pudding gemacht: man muss nicht immer zum überteuerten Puddingpulver greifen, der doch eh nur aus Stärke, Aroma und etwas Lebensmittelfarbe besteht.
Da ein Pudding allein nicht schnittfest ist, habe ich 2 Päckchen Gelatine einweichen lassen, kurz erwärmt und unter den Pudding gehoben. Und da die luftige Komponente nicht zu kurz kommen sollte, wurden 400 ml Schlagsahne steifgeschlagen und untergehoben. Die Wartezeit bis zum Stocken der Creme habe ich damit verbracht die viele Bananen in Scheiben zu schneiden und sie in frisch gepresstem Zitronensaft zu wenden, damit sie nicht schwarz werden. Die Bananenscheiben auf dem erkalteten Kuchen verteilt einen quadratischen Tortenrahmen um den Kuchen gelegt (muss nicht sein, wenn man keinen hat, der Rand des Backblechs müsste noch reichen). Zum Schluss muss die Creme nur noch drüber und ab zum Kühlen! 
Das Kühlen ist eine der schwierigsten Phasen! Wieso? Na weil man es gar nicht erwarten kann den Tortenrahmen wieder abzulegen um den Kuchen sofort anzuschneiden!!! So war es bei mir dann auch: der Rahmen kam schneller runter als die Creme fest wurde :) Aber das war dem Back-Assi auch egal! Zumindest über die Konsistenz gab es keine Beschwerden! Aaaber gejammert hat er dennoch: wo sind denn die Krüüümel, ich will aber Krümel auf dem Maulwurfkuchen, sonst ist es nur was maulwurfähnliches! Also wer auch so jammernde Back-Assis hat, der sollte vor dem Belegen die obere Schicht des Kuchens mit einem Löffel abkratzen um diese "Maulwurfkrümel" dann auf der Creme zu verteilen! 
Endfazit: die besten maulwurfähnlichen Schnittchen, die ich je gegessen habe! Der Bananengeschmack kommt so gut zur Geltung, weil die Bananen bei dieser Variante nicht nur auf einen einfachen Schokoladenboden kommen, sondern auch schon in den Teig!  Nackbacken empfohlen (aber nicht während eines WM-Frauenfußballspiels :D  )!

Maulwurfähnliche Winkewinke-Grüße
Nellichen

Dienstag, 28. Juni 2011

Coctail-Käsekuchen Teil 2

Nach dem Mojito-Käsekuchen war die Lust auf einen weiteren Coctail-Käsekuchen geweckt. Und da ich Kokos mag und Bini mir einen Käsekuchen mit Kokosmilch empfohlen hatte,  musste es diesmal ein Pina-Colada-Käsekuchen werden!
 
Das Grundrezept habe ich bei chefkoch.de gefunden. Statt den vorgegebenen Kirschen und dem roten Tortenguss, habe ich Ananas-Stückchen auf dem Teig verteilt. Um der Quarkmasse noch eine intensivere Kokosnote zu verleihen, habe ich ca. 80 g Kokosraspel unter die Quarkmasse gehoben.
An dieser Stelle muss ich natürlich auf eine Besonderheit hinweisen: dieser Käsekuchen hat einen richtigen Mürbeteigboden!!! Jaaaa, ich habe mich wieder getraut und die Teigmenge im Rezept war ausreichend. Klar, ich war zu ungeduldig um dem Teig nach dem Kneten die Ruhezeit im Kühlschrank zu gönnen aber das Auskleiden der Springform hat auch mit dem wabbeligen Teig geklappt (ääähm, die Wellen auf der Innenseite sind natüüüürlcih so gewünscht :D  )  
Auch die dunkle Kruste war so eingeplant (zumindest habe ich es nicht aktiv verhindert, hihi)!
Jetzt müsste ich aber auch endlich etwas zum Geschmack erzählen (nein, nicht um das Thema ungleichmäßiges Heizen im Backofen zu vertuschen). Dieser Käsekuchen ist ebenfalls empfehlenswert: sehr saftig, locker, nicht zu süß! Fazit vom Back-Assi: nicht außergewöhnlich genug bzw. war der genaue Wortlaut: kein Wiedererkennungswert! Männer habe es oft nicht so mit Kokos... deswegen war der Caipi-Käsekuchen ein Hit. Und er wurde übrigens auch schon das zweite mal gebacken: mit viiiel mehr Minze, etwas Rumaroma und sogar einem Hauch grüner Lebensmittelfarbe.
Mir haben beide Varianten geschmeckt und nun bin ich schon am Überlegen, welcher Coctail als nächstes als Käsekuchen-Variante nachgebacken wird :D

Bis dahin sonnige Grüße
Nellichen

Sonntag, 5. Juni 2011

Frische Sonntags-Erdbeeren auf Biskuit

Da steht man nach einer durchzechten Samstag-Nacht auf, schleppt sich verkatert in die Küche und stellt fest: in einer Stunde stehen die Großeltern auf der Matte und würden sich sicherlich über Gebackenes zum Tee freuen. Also wird schnell ein Biskuit angerührt und in den Ofen geschoben. In der Zwischenzeit schnell Mandel-Pudding gekocht, frische Erdbeeren gepflückt und gewaschen. Nach 20 Minuten Backzeit wundert man sich, dass der Biskuit mal ausnahmsweise mehr aufgeht als es einem lieb ist. Dann muss er eben nach dem Abkühlen durchgeschnitten werden (zum Glück ist genügend Pudding da). Einen Tortenring um den unteren Boden gelegt, mit einer dünnen Schicht Pudding versehen, zweiter Boden drauf, wieder Pudding, dann die Erdbeeren kreisförmig und ordentlich gestapelt. Dann heilfroh sein, dass noch Tortenguss im Hause ist (sogar ein roter dabei). Also kocht man gleich zwei Päckchen Tortenguss mit Vanillezucker und bedeckt die Erdbeeren damit. 


Irgendwie war die Leckerei schneller verputzt als ich sie gebacken habe :D Aber was ist schon leckerer als frische, ungespritzte und mit Liebe aufgezogene Erdbeeren aus dem eigenen Garten? Nichts! Und seitdem sich mein Körper gegen gekaufte Erdbeeren mit Pusteln wehrt (also Allergie auf irgendwelche Spritzmittel), esse ich NUR noch unsere Erdbeeren!
Falls noch Interesse am gelingsicheren Biskuit besteht:
Zutaten:
4 Eier
120 g Zucker
1 P. Vanillezucker
120 g Mehl
1 TL Backpulver

Den Backofen vorheizen (180 °C Umluft/200 °C Ober-und Unterhitze). Die Eier ungetrennt mit dem Zucker und Vanillezucker lange schaumig rühren (die Masse muss fast schneeweiß werden. Mit meiner KitchenAid wurde der Eischaum bombastisch: so habe ich ihn mit der alten Küchenmaschine nicht hinbekommen). In der Zwischenzeit das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Anschließend das Mehl vorsichtigst unter die Eimasse heben (aber nicht mit der Küchenmaschine bitte :-D  ) Eigentlich sollte man es auch nicht mit dem Schneebesen machen aber mit einem Löffel oder Teigschaber klappt es bei mir nicht so gut bzw. muss ich länger rühren also schwinge ich meinen großen Schneebesen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und die Ränder etwas hochziehen. Etwa 15-20 Minuten backen. Ich schaue immer, wie sich der Teig verhält: anfangst geht er auf, bleibt dann bei einer gewissen Höhe stehen und wenn der Teig durch ist, dann fängt er an mittig wieder etwas abzusinken. Das ist der Zeitpunkt, wo ich den Kuchen raushole aber wenn man keine Risiko eingehen möchte, kann man natürlich die Stäbchenprobe machen. Wenn sich der Teig von den Rändern löst, dann war er schon einen Tick zu lange im Backofen.

Gutes Gelingen und erdbeerige Sonntagsgrüße
Nellichen

Montag, 30. Mai 2011

Stencil-Torte in pink

Es war mal wieder Zeit für eine Torte! Und endlich endlich endlich habe ich einen meiner Stencils eingeweiht!

Im Inneren stecken zwei unterschiedliche Tortenböden: ein Hochzeits-Tortenboden nach Peggy Porschen in pink und ein Eierlikör-Boden von Monika. Den pinken konnte ich in 3 Teile schneiden und den hellen Boden in 2 Teile. Abwechselnd geschichtet ergab dies ein schönes Muster. (Wenn ich die Fotos vom Anschnitt bekomme, werde ich sie noch nachträglich einfügen). Gefüllt habe ich die Torte diesmal mit einer Erdbeer-Pistazien-Marmelade. Zuvor habe ich die Böden mit verdünntem Zuckersirup getränkt, damit die Torte anschließend genügend feucht ist. Von außen wurde das Werk mit weißer Ganaché eingestrichen. Der Fondant ist diesmal wieder der gekaufte von Callebaut. Mittlerweile bin ich zufrieden mit diesem Fondant, denn, wie auch schon bei der Torte für meinen Opa, hat er mir keine Probleme bereitet: es gab keine Risse und er ließ sich gut ausrollen ohne an der Unterlage zu kleben.
Das Schablonieren war eine heikle Angelegenheit, denn alleine gar nicht zu schaffen. Mein Back-Assi musste geduldig die Schablone festhalten, während ich mit einem Schwämmchen die mit Alkohol verdünnte Pastenfarbe tupfte. Statt zu trocknen, wurde die Farbe klebrig, so dass es schwierig wurde, die Schablone einfach zu versetzen und weiter zu schablonieren. Das Endergebnis hat zwar stellenweise kleine Makel aber ich bin dennoch sehr zufrieden damit gewesen.

Die Torte war für knapp 10 Personen gedacht, deswegen habe ich einen Durchmesser von 20 cm gewählt. Und weil mir das am Ende doch nicht genug "Arbeit" war, habe ich zusätzlich 12 Haselnuss-Muffins in meinen pinken Silikon-Muffinförmchen gebacken.

Als Topping wählte ich die Swiss-Meringue-Buttercream und Waldbeer-Sprinkles (geschmacklich vielleicht nicht ganz passend zu Haselnuss aber die Farbe überzeugte). Ergattert habe ich die Streusel letztes Wochenende in den Niederlanden: immer dort, wo man es am wenigsten erwarten würde...
Das Geburtstagskind war überrascht und wollte die Torte anfangs gar nicht anschneiden :D 
Kennt ihr das auch, dass die Beschenkten eine Fondanttorte gar nicht schneiden wollen, weil sie so hübsch sei und das Werk nicht kaputt gehen soll?! Das wäre aber schade um das Innere ;)

EDIT: Hier auch mal die Innenansicht

Pinke Grüße
Euer Nellichen

Dienstag, 10. Mai 2011

Sommerzeit ist Coctail-Zeit...

Okay, wir haben erst Mitte Mai aber das Wetter ist sooo herrlich, dass bei uns die Grillsaison schon richtig angelaufen ist. Und was gibt es schöneres als ein Sonnenbad mit einem kalten Mojito in der Hand? Aber wenn man gleichzeitig Lust auf Käsekuchen bekommt? Diese und andere Gelüste waren heute dafür verantwortlich, dass mein bester Back-Assistent alias Back-Assi Denis und ich eine Eigenkreation entwickelten: den Mojito-Käsekuchen. Klingt schräg, denkt ihr jetzt bestimmt :) Aber schaut selbst



Er wurde so saftig, fruchtig und lecker, dass es ihm zum Verhängnis wurde :D
Was ihr bestimmt noch nicht wusstet: ich bin auf Kriegsfuß mit dem Mürbeteig bei Käsekuchen. Immer, wenn ich einen Mürbeteig vorbereitet hatte und eine Springform damit auskleiden wollte mit einem schönen Rand, dann hatte ich immer zu wenig Teig, egal wie dünn ich ihn rollte und mit den Fingern quetschte. Und dabei habe ich so viele Käsekuchenrezepte ausprobiert... Seitdem bin ich gut befreundet mit dem Käsekuchen ohne Mürbeteigboden :D
Wer von euch die Eigenkreation nachbacken möchte, hier das Rezept:

Zutaten
250 g zimmerwarme Butter
300 g Zucker
6 Eier, getrennt
Prise Salz
abgeriebene Schale von mind. 2 großen Limetten (mehr geht immer!)
5 EL Limettensaft (frisch gepresst)
Bündel frische Pfefferminze (gehackt waren es bei uns ca. 3 EL: mehr geht immer!)
1 kg Quark (Magerstufe, da ja schon genug Butter drin ist)
120 g Weichweizengries
1 EL Mehl
1 P. Backpulver

Zubereitung
Die zimmerwarme Butter schaumig schlagen bis sie ganz hell wird, dann Zucker, Eigelbe, gehackte Pfefferminzblätter, Limettensaft und -Schale dazu und gut verrühren. Anschließend Quark, Gries, Mehl und Backpulver hinzu. In einer anderen Schüssel das Eiweiß mit Salz steif schlagen und vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 160° C Umluft 60 Minuten backen. In der Springform auskühlen lassen.

Anmerkung: meine 26er Springform war fast randhoch mit Teig gefüllt, weil der Teig so luftig war. Beim Backen hatte ich Angst, der Teig würde über den Rand laufen. Doch durch die obere "Kruste" hat sich der Teig in der Form gehalten und blähte sich nur mittig auf. Beim Abkühlen schrumpfte der Teig jedoch wieder. Es soll Menschen geben, die sich über das Schrumpfen bei einem Käsekuchen ärgern aber ich finde, das gehört zu einem Käsekuchen dazu :) Und ja, mein Käsekuchen hat Risse in der "Decke" bekommen: auch das zeichnet einen Käsekuchen aus :D 
Unser Fazit: diese Käsekuchenvariante zaubert Sommer-Coctail-Feeling! Das nächste mal würden wir den Minz-Geschmack etwas intensivieren indem wir noch mehr Minzblätter oder sogar einige Tropfen Minzöl hineingeben. Die Limetten geben dem Käsekuchen ein angenehm säuerliches Aroma. Back-Assi hat sogar vorgeschlagen den Teig noch mit Rum-Aroma zu verfeinern. Da man beim Mojito jedoch weißen Rum verwendet und das Backaroma nach braunem Rum duftet, bin ich mir noch unsicher aber wer nicht wagt... 

In diesem Sinne: seid mutig und backt diesen Käsekuchen nach!

Sommerliche Grüße
Nellichen

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